Die Geschichte vom Hammer

Wie unsere Einstellung unser Handeln beeinflusst

Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn sich auszuborgen. Doch da kommen ihm Zweifel:

Was. wenn der Nachbar mir den Hammer nicht borgen will?

Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Aber vielleicht war seine Eile nur vorgespielt und er hat etwas gegen mich. Aber was?

Ich habe ihm doch gar nichts getan, der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, wie würde ich mich verhalten? Ganz selbstverständlich  ICH gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich auch noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht es mir wirklich.

Gleich darauf stürmt er hinüber zum Nachbarhaus und klingelt an der Haustüre des Nachbarn. Der Nachbar öffnet, doch bevor er “Guten Tag” sagen kann, schreit ihn erzürnt unser Mann an:

„Behalten Sie nur Ihren Hammer Sie Unhold. Ich brauche ihn nicht mehr und von Ihnen schon gar nicht, Sie unsozialer Flegel.“

Wieder in seiner Wohnung sitzt er da mit seinem Bild in der Hand – enttäuscht und verzweifelt über seine Mitmenschen. Und er beschließt ganz fest:

„Nie wieder spreche ich einen an!“ Und wenn er so weiter macht, ist das wie eine Selbsthypnose. Ohne es zu merken, verstrickt er sich immer tiefer in seine Problemsicht.

Das bezieht alle Ebenen mit ein: das Denken und Fühlen, das Handeln, die körperlichen Empfindungen und Prozesse. Und das Ergebnis sieht dann etwa so aus: Sein Körper: kraftlos, schlaff, ermattet. Seine Haltung: in sich versunken und geschlossen. Seine Bewegung: eher reglos, langsam, zäh. Seine Atmung: flach und kaum zu spüren. Sein Blick: gesenkt, nach innen gekehrt. Seine Ohren sind als wären sie verschlossen. Seine Stimme: – wenn er denn was zu sagen hätte – tonlos, leise, ohne Klang. Um so lauter hört er seine Gedanken mit immer derselben traurigen Melodie, denselben trostlosen Bildern und demselben schalen Geschmack. Alles ist schwer und zieht nach unten – immer weiter. Hier ist im Beispiel nur ein Weg beschrieben, wie man in eine Depressionsspirale hineinkommt. Jeder macht es aber auf seine eigene Art und Weise. Es ist hilfreich, den eigenen Weg in die Depression zu kennen, damit man frühzeitig umkehren kann, ehe man von selber nicht mehr zurückfindet.

Nach Paul Watzlawick: Anleitung zum Unglücklichsein. Verlag Piper, München 1983

Demokratie und Teamfähigkeit

Demokratie braucht Teamplayer

 

„Demokratie bedeutet Zusammenarbeit, Gemeinschaft, Team, Solidarität und soziale Verantwortung. Ein Demokrat besitzt Teamfähigkeit. Demokratie braucht Teamplayer. „ ©  Joachim Nusch


 

Prinzipien der Teamfähigkeit

 «EIN MENSCH WIRD ERST DURCH ANDERE ZUM MENSCHEN.“

– ERZBISCHOF TUTU

Wissenschaftler vom Georgia Institute of Technology in Atlanta haben das Verhalten von Ameisen analysiert, die vom Ertrinken bedroht sind. Die roten Feuerameisen werden im brasilianischen Regenwald, ihrem natürlichen Habitat, regelmäßig von Regenfällen heimgesucht, die für sie lebensgefährliche starke Überschwemmungen verursachen. Wenn sie vom Wasser überrascht werden, müssten die Ameisen normalerweise sterben, da sie sich nirgendwo festhalten können.

Die Natur hat den Ameisen jedoch eine einzigartige Möglichkeit geschenkt, um sich selbst zu retten. Sie bauen in Gemeinschaftsarbeit eine Art Rettungsinsel, indem sie sich mit ihren Kiefern und Klauen ineinander einhaken und dabei Luftblasen einschließen. Sie klammern sich aneinander und bilden eine Art Klumpen, der auf dem Wasser treibt. Durch den Zusammenschluss werden sie stärker und können überleben, bis sie einen sicheren Ort finden.

Wenn wir unser Umfeld betrachten, finden wir ebenfalls Beispiele von Personen, die die Macht des Zusammenschlusses nutzen. Sie bieten sich gegenseitig hilfreiches Sparring, das ihnen ermöglicht, ihre individuellen Ziele zu erreichen. Denken Sie an die WeightWatchers, Anonymen Alkoholiker, Greenpeace, Rotary International, Toastmasters International, Médecins Sans Frontières oder an andere erfolgreiche Netzwerke. In der digitalen Welt der sozialen Netzwerke wie Facebook, Xing, Instagram oder Linkedin sehen wir das auch. Alle schließen sich zusammen!

Joint Attention, gemeinsame Aufmerksamkeit

Die Aussicht auf Trauben macht Schimpansen erfinderisch. Sie reichen sich sogar Werkzeuge untereinander weiter. Für Forscher ein Beleg dafür, dass Teamwork nicht nur unter Menschen, sondern auch unter Primaten verbreitet ist.

„Ein Kind, das auf einer isolierten Insel ohne sozialen Kontakt aufwachsen würde, hätte als Erwachsener nicht mehr Geist als ein Affe. Wir Menschen sind dafür gemacht, die Köpfe zusammenzustecken.“ Zitat Michael Tomasello

| Das menschliche Selbstbewusstsein existiere nicht für sich allein, behauptet Michael Tomasello, der Leiter der Abteilung Entwicklungspsychologie. Es sei wesentlich das Produkt der Interaktion mit anderen. Genau in diesem Punkt unterscheiden sich Menschen grundlegend von ihren nächsten Verwandten, den Schimpansen, Orang-Utans oder Gorillas. Das zeigen ausgeklügelte Studien mit jungen Menschenaffen, die ebenfalls am Leipziger MPI laufen. Die Entwicklungspsychologen Josep Call und Esther Herrmann etwa verglichen 2007 die Fähigkeiten zweieinhalbjähriger Kinder mit denen von jungen Schimpansen . Solange motorische Fähigkeiten geprüft wurden, hatten die Affen die Nase vorn. Doch in Aufgaben, die soziale Kognition erforderten, drehte sich der Befund um: In diesem Punkt sind Menschen- den Affenkindern haushoch überlegen. „Da sind sie von Anfang an sehr viel besser“, sagt Josep Call.

Quelle Zeit Online weiterlesen auf:

zeit.de/zeit-wissen/2012/02/Mensch-Individuum-Selbstbewusstsein/seite-2

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Sozialkompetenzen

Sozialkompetenzen umfassen die Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten, die notwendig sind, um in gesellschaftlichen und politischen Bereichen urteils- und handlungsfähig zu sein, wie z.B. Kommunikationsfähigkeit, Konflikt- und Kooperationsfähigkeit, Teamfähigkeit usw.

In diesem Begriff sind natürlich viele Einzelkompetenzen enthalten, die wir auch als Softskills bezeichnen.

Die meistgenannten Merkmale sozialer Kompetenz sind allerdings Eigenschaften, wie:

·         Verlässlichkeit

·         Glaubwürdigkeit

·         Einfühlungsvermögen

·         Toleranz

·         Belastbarkeit

·         Frustrationstoleranz

·         Kritikfähigkeit

·         Lernbereitschaft

·         Durchsetzungsstärke

Sozialkompetenz gliedert sich in 4 Felder:

1.        Umgang mit sich selbst

2.       Umgang mit anderen

3.       Zusammenarbeit

4.      Menschenführung

 

Das  breite Spektrum von Themen, was schwerlich dem einzelnen Individuum gerecht werden kann, braucht kontinuierliches Lernen und Anpassung an die jeweilige Situation. Jeder von uns hat ganz spezifische Aufgabenfelder.

Deshalb lege ich besonderen Wert auf die Grundlagen. Immer wieder, betone ich wie wichtig es ist, sich nicht von der Vielzahl der Methoden und Ideen verwirren zu lassen, sondern die wesentlichen Grundlagen im eigenen Lernprozess zu entwickeln und zu wiederholen.

Welche meine ich im Speziellen damit?

·         Kommunikation: Achtsame und gewaltfreie Kommunikation, Rhetorik

·         Haltung und Einstellung: Werte, Ethik, Empathie und Mitgefühl

·         Reflexionsfähigkeit: Fragen, Querdenken, Kritikfähigkeit

·         Weiterbildung: lebenslanges Lernen, Gelehrtheit, Selbstkultivierung

 

Die Zusammenarbeit mit anderen scheitert oft an Kleinigkeiten: Stress, Missverständnisse oder persönliche Befindlichkeiten.  Zehn Tipps, wie wir daran arbeiten können, das besser zu machen:

1.        Konkurrenzkampf vermeiden. Jeder steht unter Erfolgsdruck. Machen Sie sich und allen Mitgliedern des Teams klar, dass man nur zum Erfolg kommt, wenn man an einem Strang zieht, statt gegeneinander zu arbeiten.

2.       Nicht kuscheln Aber: Teammitglieder müssen sich nicht unbedingt lieben, um effizient zusammenzuarbeiten. Biedern Sie sich aber auch nicht zu sehr an.

3.       Kompromisse eingehen und Alternativen suchen. Jeder sollte im Team Kompromiss machen – die Motivation leidet, wenn einer sich durchsetzt und alle grollend mitziehen!

4.      Grenzen setzen. Machen Sie klar, wo Ihre Grenzen sind: Sagen Sie klar und sachlich Nein, wenn Ihnen etwas absolut nicht passt, aber zeigen Sie sich auch kompromissbereit.

5.       Neu im Team? Sie sind neu im Team? Dann warten Sie erstmal ab, wie die Rollen verteilt sind.

6.      Plötzlich Führungskraft? Als ehemaliges Teammitglied sind Sie plötzlich Führungskraft geworden und sollen den anderen sagen, wo es langgeht? Haben Sie etwas Geduld, bis sich die anderen an die neue Rolle gewöhnt haben und akzeptieren Sie Vorbehalte!

7.       Aufgaben richtig verteilen. Jeder hat sein Spezialgebiet – und ein Team arbeitet am besten, wenn jeder das macht, was er am besten kann. Sind Ziele konkret formuliert, abgestimmt und erreichbar?

8.      Selbstmarketing.  Tue gutes und rede darüber. Stellen Sie auch Team ihr Licht nicht unter den Scheffel, sondern stellen Sie klar, was Sie leisten.

In Sanskrit gibt es einen Vers in der Maha Upanishad der lautet:

Vasudaiva Kutumbakam. „Die Welt ist eine Familie“.

Der Text stammt aus einer Zeit von 1200 – 1000 v. Chr. und ist in der Eingangshalle des Parlaments von Indien eingraviert. Die Essenz dieses Satzes bedeutet, dass wir gemeinsam auf dieser Erde leben, als Gemeinschaft, als Familie, als Team. Dieser uralte Leitsatz sollte jedem Demokraten in seinem täglichen Wirken bewusst ein.

Wer Zusammenarbeit unter Beweis stellen möchte, hat mit dieser kreativen Gruppenübung bestimmt eine besondere Herausforderung.

Der Marshmallow-Effekt

Dass es klug ist, Vernunft und Intuition willentlich auszubalancieren, ist natürlich keine allzu neue Erkenntnis. Menschen, die das nicht können, fühlen sich oft wie Getriebene ihres Instinkts. Aus diversen Studien ist zudem bekannt, dass starke Gefühle das logische Denken, die Wahrnehmung der Gefühle anderer und sogar die eigenen Sprachfähigkeiten blockieren können.

Jeder kennt das: Wenn man erst einmal vor Rage schnaubt, fehlen einem die Worte.

Empathie dagegen ist auch eine mentale Stärke im Berufsleben, die den Schwerpunkt der vielbeschworenen Sozialkompetenz bildet. Empathische Menschen haben mehr und bessere Beziehungen, sind leichter in der Lage Kompromisse einzugehen und finden schneller Zugang zu anderen.

Marshmallow Challenge: Wie gut ist Ihr Team?

Immer wieder bescheinigen Studien, dass Menschen, wenn sie versuchen Gruppenentscheidungen zu treffen, die meiste Zeit damit verbringen, anderen Dinge zu erzählen, die schon alle wissen. Kaum einer ist bereit, neue Aspekte einzubringen oder Informationen zu teilen, die nur er oder sie besitzt. Und dabei ist es völlig unerheblich, ob diese Teams nach einem neuen Mitarbeiter, dem besten Investment oder nach einem Schuldigen suchen. Das Ergebnis ist in allen Fällen dasselbe: Mittelmaß – und miese Entscheidungen.

Nun gibt es dazu ein ebenso faszinierendes wie kreatives Spiel: die sogenannte Marshmallow Challenge, bei der einzelne Teams aus Spaghetti einen Turm bauen sollen.

Was aber wirklich dabei passiert, ist: Sie können auf diese Weise ebenso einen subtilen Testlauf absolvieren, wie gut Ihr Team zusammenarbeitet, bevor Sie es an ein echtes Projekt lassen.

Die Regeln der Marshmallow-Challenge sind zudem simpel…

Jedes Team bekommt:

·         20 Spaghetti

·         1 Rolle Klebeband

·         1 Rolle Bindfaden

·         1 Marshmallow

Ziel ist es, binnen 18 Minuten mit den Spaghetti den höchstmöglichen, freistehenden Turm zu bauen auf dessen Spitze der Marshmallow stecken muss.

Keine allzu schwere Aufgabe, sollte man meinen. Und üblicherweise beginnen die Teams auch sofort damit, zu kollaborieren: Sie diskutieren diverse Bauarten, planen das Konstrukt und beginnen schließlich damit, einen solchen Spaghetti-Turm zu erschaffen, bis 18 Minuten später – Ta-da! – der Turm steht und jemand triumphal den Marshmallow oben aufsteckt. Was aber mehrheitlich passiert, ist, dass sich das Ta-da!-Erlebnis in eine Oh-Oh!-Krise verwandelt und der Turm zusammenbricht.

Wie sich bei diversen Experimenten mit der Marshmallow Challenge zeigte, waren die besten Teams ausgerechnet Kindergartenkinder.

Die Gründe:

·         Zu keinem Zeitpunkt versuchte eines der Kinder, CEO von Spaghetti Inc. zu werden. Eitle und Kräfte zehrende Rivalitätskämpfe fielen damit weg.

·         Erwachsene sind üblicherweise darauf trainiert, die einzig richtige Lösung zu finden. Wenn sie dann aber den Marshmallow auf die Spitze piksten und die ganze Konstruktion zusammenbrach, hatten sie keine Zeit mehr, eine neue zu bauen – und erleben eine klassische Krise. Die Kindergartenkinder dagegen begannen einfach mit einer Marshmallow-Spaghetti-Konbination und bauten darauf basierend Prototypen – einen um den anderen. Immer mit dem Marshmallow oben auf. So verbesserten sie ständig ihre Konstruktion, erlebten Erfolge und Irrtümer, hatten am Ende die ungewöhnlichsten Bauwerke – aber eben auch solche, die aufrecht standen. Und natürlich bekam jeder im Kinder-Team unmittelbar Feedback darüber, was funktionierte und was nicht.

Auch das haben die Initiatoren um Tom Wujec, einem eifrigen Anwender der Marshmallow-Challenge, gemessen:

·         Der Durchschnitt kommt auf eine Bauwerkshöhe von 50 Zentimetern.

·         Business-School-Absolventen erreichen im Schnitt nur 25 Zentimeter.

·         Anwälte schaffen immerhin schon eine Höhe von rund 40 Zentimetern.

·         CEOs konstruieren im Schnitt 60 Zentimeter-Bauwerke.

·         Kindergartenkinder bauen bis zu 75 Zentimeter hoch.

·         Teams mit nur einem CEO werden sogar noch besser: rund 80 Zentimeter.

·         Am höchsten aber bauen Ingenieure und Architekten – bis zu einem Meter hoch (wenn sie vorher nicht scheitern).

Bemerkenswert ist zudem, was passierte, als Tom Wujec zehn Teams aus Design-Studenten zu einem Wettkampf aufforderte und dem besten davon einen Preis von 10.000 Dollar versprach: nichts.

Kein Team erschuf einen haltbaren Turm – im Gegensatz zu den zehn Teams, die ohne Belohnung immerhin ein paar Bauwerke zustande brachten.

Als man wiederum denselben Teams vier Monate später dieselbe Aufgabe noch einmal stellte, waren fast alle erfolgreich: Sie hatten erkannt, wie wichtig es ist, miteinander zu arbeiten und obendrein über Prototypen einen standfesten Turm zu entwickeln.

Quelle: karrierebibel.de/der-marshmallow-test/

Fazit:

Wenn es den Affen möglich ist, strategisch zusammenzuarbeiten, dann sollten Politiker, Wähler, Ehrenamtliche und die Gesellschaft gleichermaßen lernen und verstehen, welche gewaltigen Chancen und Dimensionen in Teamarbeit, Kollaborationen und Netzwerken stecken.

 

„Durch lernen in der Gemeinschaft, erkennen wir, dass wir nicht geboren wurden, um mächtig und einflussreich zu werden. Vielmehr leben wir, um einen Beitrag zum Wohle der Allgemeinheit zu leisten und wie wir einen abhebenden Unterschied im Leben anderer machen können.“  ©  Joachim Nusch

Zeitalter des Selbstverlusts

Selbstverlust

Wir sind überall, nur nicht bei uns: Leben im Zeitalter des Selbstverlusts

Wer bin ICH? Wo bleibe ICH? Was macht MICH aus?

Diese Fragen stellen sich Millionen Menschen, die sich in der Hetze und den Leistungsansprüchen unserer Zeit selbst verlieren. Nur wenn es uns gelingt, unser Inneres zu schützen und unsere Aufmerksamkeit wieder auf uns selbst zu lenken, können wir Krankmachern wie Reizüberflutung, Narzissmus und Schwarmverhalten den Kampf ansagen. Doch wie kann das gehen in einer Welt, in der wir immer mehr nach außen gerichtet leben? Wie wir Gefahren für die menschliche Psyche in Chancen umwandeln, um Authentizität und emotionale Gesundheit wiederzuerlangen, beschreibt Georg Milzner in seinem Buch.

https://www.amazon.de/gp/product/3407864493/ref=as_li_ss_tl…

Er gibt Antworten auf die großen Fragen nach Identität und Selbstfindung und zeigt individuelle und gesellschaftliche Auswege.

Diese Geschichte beschreibt, wie ein Zen- Meister dieses uralte gesellschaftliche Phänomen sieht:

Einige Schüler fragen ihren Zen-Meister warum er so zufrieden und glücklich ist:

Der Zen-Meister antwortet:

“Wenn ich stehe, dann stehe ich, wenn ich gehe, dann gehe ich, wenn ich sitze, dann sitze ich, wenn ich esse, dann esse ich,

wenn ich liebe, dann liebe ich …”

“Das tun wir auch, antworteten seine

Schüler, aber was machst Du darüber

hinaus?” fragten Sie erneut.

Der Meister erwiderte:

“Wenn ich stehe, dann stehe ich, wenn ich

gehe, dann gehe ich, wenn ich … ”

Wieder sagten seine Schüler:

“Aber das tun wir doch auch Meister!”

Er aber sagte zu seinen Schülern:

“Nein – wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon, wenn ihr steht, dann lauft ihr schon, wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel.”

 

Meine Gedanken und Anregungen dazu:

Besinnung, Meditation, Entschleunigung. Vielleicht trägt dieser Herbst und das bevorstehende Jahresende mit seiner besinnlichen Zeit etwas dazu bei, dass die Gesellschaft wieder mehr zu sich findet.

Erfolg im Bogenschiessen, wie im Leben, braucht Kontinuität

Bogenschiessplatz La Coruna – Wettbewerb 2017

Eine Gewohnheit ändern – Wie lange dauert es wirklich?

Wer im Bogensport oder irgendeiner anderen Sportart, erfolgreich sein möchte, wird ohne Disziplin, Wiederholung und Kultivierung nicht auskommen. Das gilt auch für das eigene tägliche Verhalten.

„Der Zimmermann bearbeitet das Holz.
Der Schütze krümmt den Bogen.
Der Weise formt sich selbst.“

Zen Weisheit

Die Neuroplastizität des Gehirns ermöglicht, alte Prägungen und Gewohnheiten zu Überformen und durch neue Lernimpulse zu ersetzen.

In der praktischen Ausübung des Bogensports geht es um eine Reihe von Bewegungsabläufen, die Schritt für Schritt eingeübt werden. Die Erfahrungen gehen so vom Großhirn, unserem Bewusstsein, in das Kleinhirn, im weitesten Sinne unser Unterbewusstsein über. Eine bestimmte und korrekte Wiederholung der einzelnen Abläufe ist empfehlenswert. Auf diese Art und Weise werden die mehrfachen Lerneffekte durch die zugeordneten Übungssequenzen automatisiert.

Welche Bereiche unseres Systems werden angesprochen?

  • Zugarm
  • Zughand
  • Bogenarm
  • Bogenhand
  • Mittelachse
  • Schulterachse
  • Hüftachse
  • Knieachse
  • Atmung
  • Stand und Haltung (Pose)
  • Anker und Release

Das Training der einzelnen Abschnitte geht im Einzelnen auf den Bewegungsablauf des Bogenschießens ein. Der Prozess beginnt bereits beim Aufwärmtraining und umfasst alle drei Phasen der Praxis.

  • Vorbereitungsphase
  • Hauptphase
  • Endphase

Jeder Schritt wird so oft wiederholt, bis er vom Großhirn, unserem Bewusstsein, in das Kleinhirn und in unser Unterbewusstsein verankert ist.

„Das Geheimnis der VERÄNDERUNG ist, dass man sich mit all seiner Energie nicht darauf konzentriert, das Alte zu bekämpfen, sondern darauf, das Neue zu erbauen.“

-Sokrates-

Wie lange dauert es wirklich um eine Gewohnheit zu ändern?


Dazu fand ich bei meinen Recherchen sehr unterschiedliche Aussagen und Ansätze.

Vor über 17 Jahren habe ich ein Seminarkonzept entwickelt für die Deutsche Post Transport GmbH im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kundenorientiertes Führen“. Das Thema lautete:

„Kompetent Veränderungen managen“

Zielsetzungen waren:

  • Jeder Mitarbeiter in der Führung fühlt sich persönlich gestärkt und gestaltet die derzeitigen Anforderungen im Sinne des Unternehmens.
  • Die Mitarbeiter in der Führung verstehen die Dynamik von Veränderungsprozessen besser und agieren motivierend und proaktiv.
  • Die Führungskräfte kennen Techniken / Werkzeuge, um Reibungsverluste in den jeweiligen Teams und bei den unterschiedlichen Mitarbeitern zu minimieren, und können Veränderungsfähigkeit bewirken.

Doch wie sieht es in der Realität aus, wenn wunderbar theoretisch ausgearbeitete Seminarinhalte mit der Praxis zusammentreffen? Mit Menschen!

Maxwell Maltz war ein Plastischer Chirurg in den 1950er Jahren.

Er führte verschiedenste Operationen durch und stellte ein interessantes Muster fest. Egal ob er jemandem ein Bein entfernte oder eine neue Nase verpasste, es dauerte im Schnitt mindestens 21 Tage bis sich der Patient an die neue Situation gewöhnt hatte.

1960 kombinierte er diese Theorie und andere seiner Ideen im Bereich der Verhaltensforschung und schrieb sein Buch „Psycho-Cybernetics“ Das Buch wurde zum Bestseller und hat sich mehr als 30 Millionen mal verkauft.

Und genau hier gingen die Probleme los.

In den kommenden Jahren haben sich die meisten der erfolgreichen Persönlichkeitstrainer und „Selbsthilfe-Gurus“ an Maltz‘s Theorie bedient und sie verändert. Wie in einem verdammt langen Spiel Stille Post wurde aus der ursprünglichen Idee: „Es braucht mindestens 21 Tage um eine Gewohnheit zu ändern“ die Variante: „Es braucht genau 21 Tage um eine Gewohnheit zu ändern.“

Und so hat sich in der Gesellschaft der Mythos verbreitet, dass es 21 Tage (bzw. 30 Tage oder eine andere „magische“ Nummer) braucht um eine Gewohnheit zu ändern.

Das sich diese Theorie durchgesetzt hat, ohne großartig hinterfragt zu werden, hat laut Meinung von Stefan Schimming nach 3 wesentliche Gründe:

  1. Sie ist einfach zu verstehen.
  2. Sie klingt kurz genug um Menschen zu inspirieren („Wow, in nur 3 Wochen kann ich mein Leben ändern!“)
  3. und sie klingt lang genug um plausibel sein zu können.

Das Problem an der Geschichte ist, dass Maltz sich lediglich auf seine eigene Perspektive beschränkt und seine Theorie nicht gründlich genug nachgeprüft hat um eine allgemeingültige Aussage treffen zu können. Außerdem hat er klar formuliert, dass Gewohnheitsänderungen mindestens 21 Tage benötigen.

Widmen wir uns also einer möglich richtigen Antwort.

Du willst also eine Gewohnheit ändern. Wie lange brauchst du um tatsächlich dafür? Gibt es wissenschaftliche Studien die das belegen? Was bedeutet das für dich und mich? Und wie solltest du am besten vorgehen?

Eine Gewohnheit ändern – Wie lange dauert es wirklich?

In einer Studie die im „European Journal of Social Psychology“ veröffentlicht wurde, untersuchten Philippa Lally und ihr Team vom University College London wie lang es genau braucht um eine Gewohnheit zu ändern.

Sie untersuchten 96 Personen über einen Zeitraum von 12 Wochen. Jeder Teilnehmer wählte eine Gewohnheit und berichtete täglich ob sie sie eingehalten haben oder nicht.

Am Ende der 12 Wochen untersuchten die Forscher, wie lange jede Person gebraucht hat um die entsprechende Tätigkeit zu automatisieren.

Die Antwort?

Im Durchschnitt dauert es mehr als 2 Monate, bis eine Gewohnheit automatisch abläuft. Genauer gesagt ca. 66 Tage. 

Aber auch hier kann man nicht einfach so verallgemeinern. Die Studie ergab, dass die Dauer stark von der Gewohnheit, der Testperson und den Umständen abhing. Einige Testpersonen automatisierten eine Gewohnheit nach 18 Tagen, andere nach 254 Tagen.

Musst du die Gewohnheit täglich einhalten?

Die Studie hat gezeigt, dass es nicht so schlimm ist falls du deine Gewohnheit an vereinzelten Tagen nicht ein hältst.

Aus persönlicher Erfahrung kann ich dir aber sagen, dass diese Tage sich nicht häufen und vor allem nicht nacheinander liegen sollten. Einen Tag auszusetzen ist ok, ab 2 oder 3 Tagen wird es aber kritisch, da du Momentum verlierst.

Insgesamt würde Stefan Stimming empfehlen deine Gewohnheit in so viele kleine Einheiten wie möglich zu teilen. Sagen wir du willst dich fit halten und jeden Tag ein Workout einlegen. Dann ist es gewohnheitstechnisch sinnvoller, wenn du mehrmals täglich für eine kürzere Zeit trainierst.

Warum ist das so?

Weil dein Gehirn durch Wiederholungen lernt. Umso öfter du etwas tust, desto schneller gewöhnst du dich daran.

Wie du deine Gewohnheiten erfolgreich veränderst

Ok, Butter bei die Fische: Was kannst du konkret tun?

  1. Lass dich von den wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht entmutigen. Klar ist es schwieriger eine neue Gewohnheit für 2 Monate durchzuhalten, aber behalte dein großes Ziel vor Augen. 66 Tage können ziemlich schnell vorüber ziehen.
  2. Wiederholung, Wiederholung, Wiederholung.Übe deine Gewohnheit so oft aus wie du nur kannst. Am besten nicht nur einmal am Tag sondern mehrmals. Unser Gehirn prägt sich Wiederholungen ein und lernt daraus. (So wurde Arnold Schwarzenegger übrigens auch zum besten Bodybuilder der Welt. Wiederholungen und Sets.)
  3. Bleib dran.Wie gesagt, wenn du ein Mal danebenhaust ist das noch nicht schlimm. Stelle nur sicher, dass du am nächsten Tag wieder weiter machst.
  4. Erzähle anderen Leuten von deinem Ziel. (Freunde, Familie, Bekannte)Dadurch hältst du dich selbst verantwortlich und baust ein wenig positiven Druck auf. Du willst doch nicht, dass andere denken du bist gescheitert, oder? (Quelle Stefan Schimming)

„Damit Veränderungen wirklich von wahrem Wert bleiben, müssen sie langanhaltend und konsequent sein.“ Anthony Robbins

 

Viele Deutsche fürchten Demenz-Erkrankung

Demenz im Alter

Ohne Frage gehören ernste Erkrankungen zu den größten Sorgen der Deutschen. Manche machen den Menschen dabei regelrecht Angst:

Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit hat jeder zweite Deutsche Angst an Demenz zu erkranken.

Vor allem über 60-Jährige fürchten demnach, Alzheimer und ähnliche Erkrankungen zu bekommen.

So wird die Situation heute von der Krankenkasse DAK-Gesundheit dargestellt, auf der Basis einer Forsa-Umfrage.

Es sind Schicksalsschläge, die Ärzte und Patienten machtlos zurücklassen: Einer Umfrage zufolge führen Alzheimer und Krebs die Rangliste der gefürchtetsten Erkrankungen an. Bei Demenz-Fällen, sagen Experten, dürfte die Zahl der Betroffenen deutlich steigen.

Nach Angaben der Krankenkasse leiden derzeit rund 1,5 Millionen Menschen in Deutschland unter einer Demenz. Experten erwarteten, dass sich diese Zahl in den kommenden Jahren verdoppeln werde.

»Der Irrsinn ist bei Einzelnen etwas Seltenes – aber bei Gruppen, Parteien, Völkern, Zeiten die Regel« Friedrich Nietzsche

„Wenn man als Psychiater und Psychotherapeut abends Nachrichten sieht, ist man regelmäßig irritiert. Da geht es um: Kriegshetzer. Terroristen, Mörder, Wirtschaftskriminelle, eiskalte Buchhaltertypen und schamlose Egomanen – und niemand behandelt die.“

„Ja, solche Figuren gelten sogar als völlig normal. Kommen mir dann die Menschen in den Sinn, mit denen ich mich den Tag über beschäftigt habe, rührende Demenzkranke, dünnhäutige Süchtige, hoch sensible Schizophrene, erschütternd Depressive und mitreißende Maniker dann beschleicht mich mitunter ein schlimmer Verdacht: Wir behandeln die Falschen! Unser Problem sind nicht die Verrückten, unser Problem sind die Normalen! „ So lautet es zumindest im Buch von Professor  Manfred Lütz. „Irre wir behandeln die Falschen“.

Falsch. Was wir nicht behandeln oder ausreichend hygienisch behandeln ist unser Gehirn. Jede Müllverbrennungsanlage würde mit der Zeit ihrer Aufgabe nicht mehr gerecht werden, wenn sie nicht hin und wieder gesäubert und gewartet würde. Unser Gehirn befindet sich in einem gefährlichen Marathon-Zustand und verarbeitet täglich  unermesslich viele Eindrücke.

Unzählige Reize strömen jeden Tag auf uns ein. Zu viele Reize bedrohen Gesundheit. Wir hören eine Fülle an Geräuschen, sehen eine Flut an Bildern, wir riechen, schmecken und tasten ohne Unterlass. Dazu kommen Facebook, Breaking News, angstverbreitende Terrornachrichten, Emails, SMS, WhatsApps, die Familie nach der Arbeit, schnell noch einen Freud anrufen oder nach dem Fitnesstraining ein Treffen auf dem nächsten Weihnachtsmarkt, der freundliche Verkäufer der an der Haustüre klingelt und sein neues Telekomangebot, seine Äpfel, seine Zeitung, an den Kunden bringen möchte.

In jedem Augenblick nehmen wir äußere Impulse auf. Unternehmen wollen Werbung machen, die im Kopf bleibt. Werbung manipuliert uns gezielt mit psychotricks.

10000 Werbekontakte pro Tag, 11 Mio. Reize pro Sekunde und über 780.000 eingetragene Marken in Deutschland. Unser Gehirn wird Tag für Tag mit Reizen überflutet, vor allem die moderne Konsumkultur leistet hierzu ihren Beitrag.

Sind es zu viele Eindrücke, spricht man von Reizüberflutung. Das Gehirn kann in solchen Situationen die Reize nicht mehr ausreichend verarbeiten. Sind die Kapazitäten erschöpft, fühlen wir uns gestresst.

Da muss unser Gehirn ganz schön schuften. Kann es sich heutzutage überhaupt noch regenerieren oder rennen wir alle in die Demenzfalle?

Der erste Mensch, der einen Marathon gelaufen ist, ist der Legende nach vor Erschöpfung tot zusammengebrochen. Natürlich hatte er sich nicht auf den Lauf vorbereitet, aber medizinisch gesehen ist ein Lauf über 42,195 Kilometer eher ungünstig. Die Vorbereitung auf den Marathon dagegen ist gut für den Körper. So ist es auch mit unserem Gehirn. Es muss auf den täglichen Marathon vorbereitet werden, sonst endet es in Demenz oder Alzheimer.

Die gute Nachricht ist: Obschon täglich 10.000 bis 100.000 Gehirnzellen absterben, haben wir nur einen Gesamtverlust von 10 Prozent der Nervenzellen-Kapazität am Ende unseres Lebens.

Gehirn verarbeitet emotionale Erfahrungen während des Schlafs. Nach Ansicht von Forschern könnte die Überflutung und Überreizung den Prozess auch erklären, warum viele psychische Erkrankungen mit Schlafstörungen verbunden sind. So schlafen beispielsweise Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen (PSTD) schlecht und leiden häufig unter wiederkehrenden Alpträumen. Tagsüber werden sie dann von extrem emotionalen Erinnerungen an die traumatische Situation geplagt.

Selbst im Schlaf ruht unser Gehirn nicht. Es verarbeitet Eindrücke, die wir am Tag zuvor erlebt haben und sortiert sie in das Gedächtnis ein. Dabei sind sogar viele Gehirnteile gleichzeitig aktiv, was man auch als synchronisierten Zustand im Tiefschlaf bezeichnet. Schlaf, tiefe Ruhe und Entspannung sind für das Gehirn überlebensnotwendig. Viele psychische Erkrankungen basieren in fehlendem Schlaf und mangelnden Ruhezeiten.

Das Gehirn kann man trainieren wie einen Muskel, machen Sie keinen Schließmuskel daraus. Alles, was wir oft tun, verändert unsere Hirnstruktur.

»Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an«, sagte schon Marc Aurel vor bald 2000 Jahren in Rom.

Heute nennen wir das »Neuroplastizität«, sprich: Nervenzellen formen sich neu, wenn sie genutzt werden, und es gibt einfache und natürliche Entspannungsübungen, wodurch Sie Ihrem Hirn mal Luft zum Durchatmen geben können. Meditieren Sie schon? Gönnen Sie ihm das!

Wir wissen aus der Forschung über Meditation, dass der Ruhezustand des Körpers in tiefen Meditationszuständen, wie sie z. B. bei der Transzendentalen Meditation erreicht werden, doppelt so tief ist, wie im Tiefschlaf. Das geschieht überraschender Weise bereits nach wenigen Minuten während einer 20 Minütigen Ausübung. Man erlebt einen tiefen und äußerst angenehmen Entspannungszustand „ruhevoller Wachheit.“

In der Redeweise „Schlaf heilt alle Wunden“ steckt offenbar mehr Wahres als gedacht. Demnach können wir nach heutigen Erkenntnissen behaupten, dass Mediation, wie es gerade die Transzendentale Meditation gezeigt hat, nicht nur alle Wunden heilt, sondern eine Resilienz entwickelt, dass gar keine Wunden entstehen.

Gehirntraining beginnt mit Ordnung und mentaler Müllentsorgung. Meditierst Du schon?

www.meditierstduschon.de

Nicht vergessen

Teufelskreis Stress

Deutsche sind sich selbst ihr größter Stressfaktor.

>Rund jeder vierte Bundesbürger nennt einer Studie zufolge den Druck, den er sich selbst macht, als größten Stressfaktor. Eine weitere Stress-Ursache im Alltag ist einer repräsentativen GfK-Befragung zufolge das Geld. Die finanziellen Möglichkeiten spielen für fast jeden fünften Deutschen (19 Prozent) eine entscheidende Rolle.

Wenig Schlaf und die tägliche Arbeitsbelastung wurden von rund 15 Prozent als Stressursache genannt, wie das Nürnberger Marktforschungsinstitut ermittelt hat

Zu wenig Zeit zu haben folgte dicht dahinter. Männer und Frauen unterschieden sich in ihrem Stressempfinden nur wenig.<

Quelle N-TV

Wer wusste das nicht schon vor 40 Jahren? Diesem Artikel zufolge, hat die Gesellschaft immer noch nicht gelernt. Ganz im Gegenteil. Sie befindet sich in einem Teufelskreis der Spirale ohne Ende. Mit all seinen Konsequenzen für den Menschen.

Prof. Dr. Hans Seyle hatte damals schon Studien und Bücher zu dem Thema veröffentlicht und Lösungsansätze aufgezeigt. Hans Selye wird als “ der Vater der Stressforschung “ anerkannt.

Antworten und Lösungen gibt es genügend. Oft nichts wirkungsvolles, nichts nachhaltiges. Wer glaubt er komme mit Johanniskraut Tee und Vitamin D weiter, hat sich schwer geirrt.

Vieles ist zu oberflächlich oder zu kompliziert, um es in unseren hektischen Lebensrhythmus zu integrieren. Doch genau darin liegt die Lösung. Verändere Dein Verhalten, Deine aus der Spur geratenen Lebensmodelle. Hinterfrage sie und ergänze mehr Dehnungsfugen in den Alltag. Entwickle eine natürliche Resilienz durch tägliche Meditation.

Professor Hans Selye, ein Befürworter der transzendentalen Meditation, betont z. B. dass reine Bewusstheit, tiefe innere Stille ruhevolle Wachheit und Transzendenz, in Kombination mit dem, was die Medizin über die körperlichen Wirkungen lehrt, der Menschheit helfen können, die Krise des modernen Lebens zu überwinden.

Es geht nicht darum den Stress abzuschaffen sondern ihn zu meistern.

„Angst, Stress, Gewalt, Aggression und Krankheit, wird nicht verursacht durch die Begebenheiten die uns widerfahren, sondern durch die Abtrennung von der Unbegrenztheit, durch die Isolierung von der absoluten Ebene des Lebens.“ Zitat Joachim Nusch

Stress trägt zur Zunahme von Spannungen im Leben der Menschen und der gesamten Gesellschaft bei, dennoch kann Einsicht in die psychophysiologischen Eigenschaften des Stress unser Verständnis von Gesundheit und Erfüllung verbessern. Materieller Komfort und Erfolg befriedigen den Menschen zu einem gewissen Grad, aber sein körperlicher und geistiger Zustand bestimmt insgesamt die Qualität seiner Erlebnisfähigkeit. Wenn Stress die tägliche Aktivität eines Menschen durch Angst und Unzufriedenheit trüben kann, kann man vom physiologischen Gegenteil des Stress, einem wohl-ausgeruhten und leistungsfähigen Nervensystem, erwarten, dass es die Erfahrung von emotionalem und körperlichem Wohlbefinden hervorbringt. Und wenn übermäßiger Stress die Leistungen herabsetzt und Entscheidungen erschwert, ist anzunehmen, dass der Abbau von Stress Energie- und Intelligenzreserven freisetzt und dadurch bessere Leistungen und erfolgreicheres Denken ermöglicht.

„Ich habe verschiedene Meditationsarten ausprobiert, aber ich konnte es einfach nicht. Daraus zog ich den Schluss, ich sei unfähig zu meditieren. Als ich dann TM lernte, merkte ich: Es war genau das, was ich gesucht habe! Was mich am meisten überzeugt hatte, war, dass es das Einfachste war, was ich je gemacht hatte. Ich habe meine ganze Familie dazu gebracht, TM zu lernen.“Cameron Diaz

Change begins within

Selbst-Bewusstsein

Mangelnde Selbstanerkennung und – wertschätzung, ist die eigentliche Ursache allen Mangels. Aber was bedeutet das denn wirklich? Ist das nur ein theoretisches Konzept aus der Werkzeugkiste von Halbwahrheiten psychologischer Denkmodelle? Wird so schlussendlich nur eine „Schein-Selbst-Wahrnehmung“ herbeigeführt? Oder was steckt in der Tiefe dahinter? Kann man den Mangel weg denken? Oder gibt es eine Ebene der unendlichen Fülle?

Wenn wir unser Innerstes nicht kennen, wenn wir unser Unendliches, allem zugrunde liegende Selbst nicht verstehen, und wenn wir diese ewige, unendliche, innere Gestalt jedes Wesens nicht wahrnehmen, dann kann kein Selbstvertrauen, keine Selbstanerkennung, keine Selbstwertschätzung entwickelt und erfahren werden.

Eine rein gedankliche Anstrengung oder der einfache gefühlsmäßige Wunsch das Selbstvertrauen zu stärken, wird die gewünschten Erwartungen nicht erfüllen. Es bleibt nur ein theoretischer Ansatz Selbstsicherheit zu gewinnen, ohne mit dem Selbst familiär zu sein. Diese Anstrengung ist vergebens.
Der persönliche und intrinsische Prozess (intrinsisch beschreibt Zustände, die von innen her, aus eigenem Antrieb unabhängig von äußeren Einflüssen hervorgerufen werden) auf dem Weg zu mehr Selbstvertrauen, besteht in dem Herstellen einer Verbundenheit mit den Prinzipien und den transzendenten Qualitäten des Selbstes.Was bedeutet das? Dieses Selbst wird auch als „reines Bewusstsein“ bezeichnet. Es ist das wahre Selbst des Menschen, das bei allen Wahrnehmungen, Gedanken und Gefühlen unverändert bleibt. In der Yogaphilosophie nennt man dieses Prinzip „Atman“.

Wenn wir auf unserem Erfahrungsweg, mit dem elementaren Charakter unsers Selbstes so tief vertraut geworden sind, dass es ein stabiler Zustand ist und dauerhaft auf der Ebene der Bewusstheit, der bewussten Erfahrung, der Wahrnehmung über all unsere Sinne verankert ist, dann erst wird ein Zustand tiefgehendender Selbstanerkennung, Selbstwertschätzung und Selbstvertrauens erreicht.

Fehlt in unserem Leben diese tief verankerte Beziehung zu diesem unerschütterlichen Zustand des Bewusstseins, ist unsere Individualität, unsere Wahrnehmung, unser Fühlen und Handeln nur wie ein Blatt im Wind. Es ist den Veränderungen aufgrund äußerer Einflüsse ausgeliefert. Volatil und unstetig springt es wie ein unruhiger Affe der von Baum zu Baum.
Diese Schein-Selbst-Wahrnehmung, beruht überwiegend auf äußere, extrinsische (Gegenteil von intrinsisch: Verhaltensweisen oder Haltungen einer Person, die von außen beeinflusst oder gesteuert werden.) Stimulationen und Konditionierungen durch jeden, der mit uns, insbesondere in der Kindheit, in Kontakt gekommen ist.

Ob unsere Eltern, unsere Lehrer, oder unser soziales Umfeld, bis hin zu den Medien, der Werbung, der Meinungsbildner, sie alle erklären uns die Welt und wie sie zu sein scheint. Schon früh als Kind werden wir dahin trainiert, die Welt in Form einer kollektiven Volkswahrheit so wahr zu nehmen, wie sie uns dauerhaft erklärt wird.

Unsere Erinnerung an diesen folgenschweren Augenblick, an dem wir unseren Bezugsrahmen zu unserem Selbst verloren haben, ist verzerrt. Jedoch sind wir seit diesem Augenblick ein Mitglied der konditionierten Gesellschaft. Wir kennen die Beschreibung der Welt; und wir erreichen die akzeptierte Mitgliedschaft der Gesellschaft, wenn wir in der Lage sind, alle unsere Wahrnehmungen so zu deuten, dass wir mit dieser Beschreibung übereinstimmen und uns dadurch bestätigt fühlen. Es ist aber überaus wichtig und auch befreiend einen natürlichen Zustand unerschütterlichen Selbstbewusstseins zu besitzen, frei von Konditionierungen und fremden Denkmodellen.

Kein Geschäftsmann gewinnt Anerkennung in der Geschäftswelt und würde erfolglos bleiben, solange ihm keine ausreichenden Ressourcen zur Verfügung stehen und sein Handeln ausschließlich durch Mangelbewusstsein gelenkt wird. Erst wenn der individuelle Geist sich zum kosmischen ausweitet, kann er zu allen Zeiten voll Selbstvertrauen sein.

In den Seilen hängen

Klippen

In diesen Tagen, wo es noch winterlich kalt und dunkel ist, einer Zeit, wo sich viele nach Licht und Sonne sehnen und die Batterien leer und verbraucht sind, berichten mir meine Klienten, dass sie in den “Seilen hängen” würden. Das zu einem Zeitpunkt, wo im Rheinland der Karneval beginnt, man mit seinen Kräften eher haushalten sollte, als die letzten Reserven auf zu brauchen. Die Batterien sind leer. Wie bei einem Auto, bei dem in der Anzeigekonsole schon lange die rote Warnleuchte angezeigt wird. Anstatt umgehend in eine Werkstatt zu fahren, zieht man einfach das Kabel heraus. Das rote Warnlicht geht aus und man ist überzeugt davon, so könnte die Fahrt mit voller Kraft weiter gehen. Doch schon bald zeigt uns die Erfahrung, die wir gerne verdrängen, dass der Wagen kocht oder der Motor keine Kraft mehr hergibt und stehen bleibt. –

Vielen geht es so in der heutigen Zeit. Burnout und andere unangenehme Begleiterscheinungen, die sich auch auf unser soziales Leben auswirken, durchlebt der moderne Menschen von heute wie nie zuvor. Weil wir nicht Maß halten und auf ein Gleichgewicht achten von Ruhe und Aktivität, alles bis an die Grenzen strapazieren ohne Rücksicht auf Verluste. Das Ergebnis wird sein, dass viele im Anschluss der Karnevalssession für Wochen krank sind, eine Grippe oder ähnliches auskurieren müssen und sich wieder aufbauen bis nach Ostern. 6 Wochen Fastenzeit und Flügel hängen lassen, “in den Seilen hängen”!

Wichtige Kraft und Energie geht verloren, die gerade jetzt, in einer insgesamt schwierigen Zeit, benötigen. Hängen bei einem Schiff die Segel schlaff, so kann es sich nicht fortbewegen. Die Herkunft der Redewendung ist auch möglich von den Sielen: In Norddeutschland hießen so die Arbeitsgeschirre für Ochsen und Pferde. Dann würde in den Seilen hängen bedeuten: vor Arbeit ganz entkräftet sein.

Damit also ein Schiff seinen Hafen erreicht, braucht es Weitsicht, – denn ein Schiff, was seinen Hafen nicht kennt, dem ist kein Wind hold,- guten Wind, unterstützende Strömung und eine Mannschaft, die fit motiviert und begeistert ist.

“Das Schiff, daß dem Steuer nicht gehorcht,
wird den Klippen gehorchen müssen.”

Glück und Meditation

Die Glücksforschung ist keine besonders alte wissenschaftliche Disziplin. So ist sie beispielsweise in Deutschland erst in den 1980er Jahren durch die Arbeiten des Soziologen Alfred Bellebaum vorangetrieben worden.

Erste Bestrebungen, das Glück in Worte zu fassen, es zu definieren, sind allerdings schon sehr viel älter.

So beschreibt beispielsweise der griechische Philosoph Aristoteles (384 – 322 v. Chr.) in seinem Werk „Die Nikomachische Ethik“ das Glück mit folgenden Worten:

„Glück sei das, was der Mensch um seiner selbst willen anstrebt, und nicht um etwas anderes damit zu erreichen.“

Bei einem wissenschaftlichen Experiment im Jahre 2005, bei dem meditierende Mönche untersucht wurden, stellte man fest, dass bei regelmäßiger meditativer Praxis besonders starke Aktivitäten im linken Stirnhirnlappen auftreten. Bereits Jahre zuvor wurde in der Glücksforschung bewiesen, dass genau dieser Gehirnbereich unter anderem dafür zuständig ist, schlechte Gefühle abzuschalten.

Aus diesem Ergebnis ist somit klar zu folgern, dass die Meditation dafür sorgen kann, dass man eine Art Glückszustand erreicht.

Während die Glücksforschung in Deutschland erst in den 1980er Jahren intensiviert wurde, waren die USA bereits ein Jahrzehnt vorher sehr viel weiter. 1975 beschrieb Mihály Csikszentmihályi, emeritierter Professor für Psychologie an der Universität von Chicago, das sogenannte Flow-Erlebnis.

Dabei handelt es sich um einen Begriff, der fortan in der Psychologie und Glücksforschung eine Konstante wurde. Anfänglich beschränkte sich der Flow auf Erlebnisse in Extremsportarten, fand jedoch schnell auch eine breitere Anwendung. Der Zustand, der beim Flow erreicht wird, ist gekennzeichnet durch eine Synchronisation von Atmung, Herzschlag und Blutdruck.

Ein solches Glücksgefühl kann nicht erzwungen werden, auch nicht durch intensive Meditation, doch es kann ein optimaler Rahmen geschaffen werden, um den Flow herbeizuführen. Bei einem intensiven Flow-Erlebnis, so wie beispielsweise im Optimalfall bei der Meditation, wird Dopamin, ein wichtiger Neurotransmitter, der im Volksmund auch als Glückshormon bezeichnet wird, ausgeschüttet und sorgt für eben jenes Glücksgefühl.

Dabei wirkt Dopamin ganz ähnlich wie Beta-Endorphin, das potenteste der endogenen Opioide, welches zum Beispiel im Ausdauersport ausgeschüttet wird und zu dem sogenannten „Runners High“ führt, einem euphorisierenden Zustand. So wie die meisten Zustände, in denen sich der menschliche Körper befinden kann, ist auch das Glück wissenschaftlich beschreibbar. Dopamin ist zuständig für die Übertragung von Empfindungen und Gefühlen. Bei gesunden Menschen sorgt dies für eine stabile emotionale Wahrnehmung, denn sie nehmen nur etwa zehn Prozent aller Eindrücke und Gefühle wahr, die sie andauernd umgeben.

Genau wie bei der Liebe, scheint es jedoch mehr zu geben, als Formeln und wissenschaftliche Evidenzen.

Genau, wie ein intensives Flow-Erlebnis nicht erzwungen werden kann, so kann man auch das Glück nicht mit wissenschaftlichen Erklärungen oder Formeln hervor locken. Dennoch gibt es physiologische Hinweise die auch in der Hirnforschung mehr und mehr betrachtet werden.

Dopamin ist ein wichtiger Botenstoff im Nervensystem, wichtig für körperliche und seelische Aktivität. Das Problem der unruhigen Beine (restless leg syndrom = RLS) wird nach aktuellem Kenntnisstand von einer gestörten Dopaminfreisetzung im Hirnstamm ausgelöst. Dopamin ist ein Botenstoff (Neurotransmitter), der Impulse (Informationen) zwischen Nervenzellen, Hirnzentren und Immunsystem weitergibt. Der Hinweis auf einen möglichen Dopaminmangel im Zentralnervensystem ist sehr ernst zu nehmen.

Der optimale Dopaminspiegel kann sich ganz von selbst einstellen, wenn sie ihre Lebensweise ändern. Hilfreich kann es dabei sein, sich einen Beruf (Berufung) zu suchen, der einen erfüllt, glücklich macht und das Gefühl gibt, etwas nützliches geleistet zu haben. Menschen mit Dopaminmangel sollten eine eiweißreiche Ernährung vermeiden. Da Dopamin ein Eiweiß ist, könnte es sonst durch die anderen Eiweiße im Darm verdrängt werden. Der Ayurveda bietet dazu hinreichende Hilfestellungen und sehr individuelle Ernährungs-, und Verhaltensempfehlungen.

Auch Meditation, Entspannungsübungen, Yoga, Fastenkuren wie die im Ayurveda beschriebenen Panchakarma-, und Entschlackungskuren zur Regeneration und Entgiftung des Darms etc. oder YogicWalking können helfen das innere Gleichgewicht wieder herzustellen und so das körpereigene Dopamin auf das richtige Niveau zu bringen.

Nutzen Sie die Kräfte des Geistes und die Möglichkeiten, die unser Gehirn uns bietet. Man betrachtet Meditation auch als „Medizin fürs Gehirn.“

Sowohl spirituell und kulturell ist Meditation seit Jahrtausenden bekannt, um den überregten Geist zu beruhigen und zu regulieren. Transzendentales Meditieren, eine Meditationsform der alten indischen Veda-, und Yogawissenschaft, weist auf eine Erhöhung des Dopamin-Spiegel im Körper hin, laut „Psychiatrie 2009“. Deshalb fühlt man sich im Anschluss einer tiefen Meditation und Yoga positiv stimuliert, energiereicher und glücklicher.

Stress

Definition, Bedeutung, Erklärung im Lexikon

Artikel auf Englisch: Stress (psychology)
Lexikon – Institution Definition Erklärung Bedeutung – Beginn

Stress ist die landläufige Bezeichnung für eine hohe Form der Beanspruchung. Eigentlich versteht man unter Stress die Auswirkungen ( Symptome), die durch auslösende Faktoren, die Stressoren entstehen. Stressoren können z.B. physikalischer Natur sein (Kälte, Hitze, Lärm, starke Sonneneinstrahlung etc.) oder es handelt sich um toxische Substanzen. So ist Zigarettenrauch für den menschlichen Körper ein Stressor. Auch bestimmte eigene Einstellungen, Erwartungshaltungen und Befürchtungen können auf emotionaler Ebene Stressoren sein.

Stress beginnt individuell unterschiedlich, ist also ein Maß für subjektive Empfindungen bezüglich bestimmter Leistungsanforderungen. Er kann hervorgerufen werden durch

Zeitmangel
fehlende Gestaltungsmöglichkeiten
große Verantwortung
Mobbing am Arbeitsplatz
Angst, nicht zu genügen
Schlafentzug
Reizüberflutung

Stress wirkt sich auf die Psyche genauso aus wie auf die Befindlichkeit des Körpers. Es kann zu leichten und schweren Krankheiten kommen. Etliche Studien haben die negativen Effekte so genannter Stresshormone belegt. So kommt es bei Stress zu einer erhöhten Konzentration von Adrenalin oder Noradrenalin im Blut, was langfristig Schäden an den Blutgefäßen nach sich zieht. Jüngst konnten auch molekulare Veränderungen in den Körperzellen selbst festgestellt werden. In Stress-Situationen wird ein bestimmtes Protein in den Zellen aktiv, welches Entzündungen auslöst und Abbauprozesse in Gang hält.

Die oben aufgezählten Formen des schädlichen, krankmachenden Stresses werden Disstress genannt. Daneben gibt es den Effekt, dass beanspruchende Herausforderungen positiv erlebt und verarbeitet werden (Hans Selye: „Salz des Lebens“) – wenn man sich diesen Anforderungen auf irgendeine Weise gewachsen fühlt. Diese positive Form des Stress wird Eustress genannt.

Der Begriff Stress (englisch; „Druck, Anspannung“) stammt ursprünglich aus der Werkstoffkunde und bezeichnet den Zug oder Druck auf ein Material. 1936 wurde er von Hans Selye aus der Physik entlehnt, um eine „unspezifische Reaktion des Körpers auf jegliche Anforderung“ zu benennen.

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