Mentaltraining oder Doping

Vermehrt setzen heute Leistungssportler auf Mentaltraining. Sie wollen Blockaden lösen, Selbstzweifel abbauen und ihre Leistungen steigern. Dennoch greifen viele Sportler weiterhin zu Dopingmitteln.

Dopingverdacht.

Immer mehr Substanzen stehen auf Verbotsliste. Unter Doping versteht man die Einnahme von unerlaubten Substanzen oder die Nutzung von unerlaubten Methoden zur Steigerung bzw. zum Erhalt der – meist sportlichen – Leistung.

In der Konsequenz werden Sportler von der Teilnahme an Sportwettbewerben gesperrt.

Eine einheitliche Logik der Verbote gibt es nicht. Manipulation, Verschwörung, mafiöse Strukturen im Spitzensport und die Pharmaindustrie verdient fleißig mit. Nicht nur einzelne Sportler, sondern auch ganze Gruppen werden von Veranstaltungen ausgeschlossen.

Betroffen sind häufig russische Athleten. Ein Skandal jagt den nächsten.

Seit April 2017 wurden bei den ursprünglich 156 nominierten Teilnehmern des deutschen Teams, der olympischen Winterspiele in Pyeongchang, 657 Kontrollen (1049 Proben) vorgenommen. Es gab nicht einen einzigen positiven Fall.

Warum aber Doping, wenn es auch anders geht und viel nachhaltiger Höchstleistungen erreicht werden können?

Mentaltraining beweist schon seit Jahren, dass es nachhaltig und effizient ist. Zudem gibt es jede Menge positive Nebenwirkungen, wenn man es richtig angeht. Mentaltraining bedeutet „Geistiges Training“. Und damit ist Mentaltraining für jeden geeignet, der fit bleiben und seine volle Leistung entfalten möchte. Vermehrt setzen heute Leistungssportler auf Mentaltraining. Sie wollen Blockaden lösen, Selbstzweifel abbauen.

Zu den häufig angewendeten Methoden gehören zum Beispiel:

·        Zielvisualisierung

·        Meditation und Entspannungsübungen

·        Stressmanagement

·        Kognitionstraining, emotional, motivational

·        Kinesiologische Übungen

·        Achtsamkeitsübungen

·        Autosuggestionsübungen

·        Power Posing

·        Positive Psychologie

·        Stärkenorientierte Ansätze

·        PERMA Model

·        Charismasteigerung

·        Engagement-, und Flowübungen

·        ACT, Akzeptanz, Commitmenttherapie

Ein gutes Mentaltraining ist ein ungeheurer und nebenwirkungsfreier Wettbewerbsvorteil. Doping ist dagegen ein Waisenkind. Da frage ich mich, warum das Thema viele Sportler und Trainer immer noch nicht für sich entdeckt haben. Wer eine Orientierung sucht, dem gebe ich sie bei einem unverbindlichen Beratungsgespräch und zeige die Möglichkeiten von Mentaltraining in seinem Bereich.

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Der Weg zum Ziel beginnt an dem Tag,
an dem du die hundertprozentige Verantwortung für Dein Tun übernimmst.
Dante Alighieri

Erfolg im Bogenschiessen, wie im Leben, braucht Kontinuität

Bogenschiessplatz La Coruna – Wettbewerb 2017

Eine Gewohnheit ändern – Wie lange dauert es wirklich?

Wer im Bogensport oder irgendeiner anderen Sportart, erfolgreich sein möchte, wird ohne Disziplin, Wiederholung und Kultivierung nicht auskommen. Das gilt auch für das eigene tägliche Verhalten.

„Der Zimmermann bearbeitet das Holz.
Der Schütze krümmt den Bogen.
Der Weise formt sich selbst.“

Zen Weisheit

Die Neuroplastizität des Gehirns ermöglicht, alte Prägungen und Gewohnheiten zu Überformen und durch neue Lernimpulse zu ersetzen.

In der praktischen Ausübung des Bogensports geht es um eine Reihe von Bewegungsabläufen, die Schritt für Schritt eingeübt werden. Die Erfahrungen gehen so vom Großhirn, unserem Bewusstsein, in das Kleinhirn, im weitesten Sinne unser Unterbewusstsein über. Eine bestimmte und korrekte Wiederholung der einzelnen Abläufe ist empfehlenswert. Auf diese Art und Weise werden die mehrfachen Lerneffekte durch die zugeordneten Übungssequenzen automatisiert.

Welche Bereiche unseres Systems werden angesprochen?

  • Zugarm
  • Zughand
  • Bogenarm
  • Bogenhand
  • Mittelachse
  • Schulterachse
  • Hüftachse
  • Knieachse
  • Atmung
  • Stand und Haltung (Pose)
  • Anker und Release

Das Training der einzelnen Abschnitte geht im Einzelnen auf den Bewegungsablauf des Bogenschießens ein. Der Prozess beginnt bereits beim Aufwärmtraining und umfasst alle drei Phasen der Praxis.

  • Vorbereitungsphase
  • Hauptphase
  • Endphase

Jeder Schritt wird so oft wiederholt, bis er vom Großhirn, unserem Bewusstsein, in das Kleinhirn und in unser Unterbewusstsein verankert ist.

„Das Geheimnis der VERÄNDERUNG ist, dass man sich mit all seiner Energie nicht darauf konzentriert, das Alte zu bekämpfen, sondern darauf, das Neue zu erbauen.“

-Sokrates-

Wie lange dauert es wirklich um eine Gewohnheit zu ändern?


Dazu fand ich bei meinen Recherchen sehr unterschiedliche Aussagen und Ansätze.

Vor über 17 Jahren habe ich ein Seminarkonzept entwickelt für die Deutsche Post Transport GmbH im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kundenorientiertes Führen“. Das Thema lautete:

„Kompetent Veränderungen managen“

Zielsetzungen waren:

  • Jeder Mitarbeiter in der Führung fühlt sich persönlich gestärkt und gestaltet die derzeitigen Anforderungen im Sinne des Unternehmens.
  • Die Mitarbeiter in der Führung verstehen die Dynamik von Veränderungsprozessen besser und agieren motivierend und proaktiv.
  • Die Führungskräfte kennen Techniken / Werkzeuge, um Reibungsverluste in den jeweiligen Teams und bei den unterschiedlichen Mitarbeitern zu minimieren, und können Veränderungsfähigkeit bewirken.

Doch wie sieht es in der Realität aus, wenn wunderbar theoretisch ausgearbeitete Seminarinhalte mit der Praxis zusammentreffen? Mit Menschen!

Maxwell Maltz war ein Plastischer Chirurg in den 1950er Jahren.

Er führte verschiedenste Operationen durch und stellte ein interessantes Muster fest. Egal ob er jemandem ein Bein entfernte oder eine neue Nase verpasste, es dauerte im Schnitt mindestens 21 Tage bis sich der Patient an die neue Situation gewöhnt hatte.

1960 kombinierte er diese Theorie und andere seiner Ideen im Bereich der Verhaltensforschung und schrieb sein Buch „Psycho-Cybernetics“ Das Buch wurde zum Bestseller und hat sich mehr als 30 Millionen mal verkauft.

Und genau hier gingen die Probleme los.

In den kommenden Jahren haben sich die meisten der erfolgreichen Persönlichkeitstrainer und „Selbsthilfe-Gurus“ an Maltz‘s Theorie bedient und sie verändert. Wie in einem verdammt langen Spiel Stille Post wurde aus der ursprünglichen Idee: „Es braucht mindestens 21 Tage um eine Gewohnheit zu ändern“ die Variante: „Es braucht genau 21 Tage um eine Gewohnheit zu ändern.“

Und so hat sich in der Gesellschaft der Mythos verbreitet, dass es 21 Tage (bzw. 30 Tage oder eine andere „magische“ Nummer) braucht um eine Gewohnheit zu ändern.

Das sich diese Theorie durchgesetzt hat, ohne großartig hinterfragt zu werden, hat laut Meinung von Stefan Schimming nach 3 wesentliche Gründe:

  1. Sie ist einfach zu verstehen.
  2. Sie klingt kurz genug um Menschen zu inspirieren („Wow, in nur 3 Wochen kann ich mein Leben ändern!“)
  3. und sie klingt lang genug um plausibel sein zu können.

Das Problem an der Geschichte ist, dass Maltz sich lediglich auf seine eigene Perspektive beschränkt und seine Theorie nicht gründlich genug nachgeprüft hat um eine allgemeingültige Aussage treffen zu können. Außerdem hat er klar formuliert, dass Gewohnheitsänderungen mindestens 21 Tage benötigen.

Widmen wir uns also einer möglich richtigen Antwort.

Du willst also eine Gewohnheit ändern. Wie lange brauchst du um tatsächlich dafür? Gibt es wissenschaftliche Studien die das belegen? Was bedeutet das für dich und mich? Und wie solltest du am besten vorgehen?

Eine Gewohnheit ändern – Wie lange dauert es wirklich?

In einer Studie die im „European Journal of Social Psychology“ veröffentlicht wurde, untersuchten Philippa Lally und ihr Team vom University College London wie lang es genau braucht um eine Gewohnheit zu ändern.

Sie untersuchten 96 Personen über einen Zeitraum von 12 Wochen. Jeder Teilnehmer wählte eine Gewohnheit und berichtete täglich ob sie sie eingehalten haben oder nicht.

Am Ende der 12 Wochen untersuchten die Forscher, wie lange jede Person gebraucht hat um die entsprechende Tätigkeit zu automatisieren.

Die Antwort?

Im Durchschnitt dauert es mehr als 2 Monate, bis eine Gewohnheit automatisch abläuft. Genauer gesagt ca. 66 Tage. 

Aber auch hier kann man nicht einfach so verallgemeinern. Die Studie ergab, dass die Dauer stark von der Gewohnheit, der Testperson und den Umständen abhing. Einige Testpersonen automatisierten eine Gewohnheit nach 18 Tagen, andere nach 254 Tagen.

Musst du die Gewohnheit täglich einhalten?

Die Studie hat gezeigt, dass es nicht so schlimm ist falls du deine Gewohnheit an vereinzelten Tagen nicht ein hältst.

Aus persönlicher Erfahrung kann ich dir aber sagen, dass diese Tage sich nicht häufen und vor allem nicht nacheinander liegen sollten. Einen Tag auszusetzen ist ok, ab 2 oder 3 Tagen wird es aber kritisch, da du Momentum verlierst.

Insgesamt würde Stefan Stimming empfehlen deine Gewohnheit in so viele kleine Einheiten wie möglich zu teilen. Sagen wir du willst dich fit halten und jeden Tag ein Workout einlegen. Dann ist es gewohnheitstechnisch sinnvoller, wenn du mehrmals täglich für eine kürzere Zeit trainierst.

Warum ist das so?

Weil dein Gehirn durch Wiederholungen lernt. Umso öfter du etwas tust, desto schneller gewöhnst du dich daran.

Wie du deine Gewohnheiten erfolgreich veränderst

Ok, Butter bei die Fische: Was kannst du konkret tun?

  1. Lass dich von den wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht entmutigen. Klar ist es schwieriger eine neue Gewohnheit für 2 Monate durchzuhalten, aber behalte dein großes Ziel vor Augen. 66 Tage können ziemlich schnell vorüber ziehen.
  2. Wiederholung, Wiederholung, Wiederholung.Übe deine Gewohnheit so oft aus wie du nur kannst. Am besten nicht nur einmal am Tag sondern mehrmals. Unser Gehirn prägt sich Wiederholungen ein und lernt daraus. (So wurde Arnold Schwarzenegger übrigens auch zum besten Bodybuilder der Welt. Wiederholungen und Sets.)
  3. Bleib dran.Wie gesagt, wenn du ein Mal danebenhaust ist das noch nicht schlimm. Stelle nur sicher, dass du am nächsten Tag wieder weiter machst.
  4. Erzähle anderen Leuten von deinem Ziel. (Freunde, Familie, Bekannte)Dadurch hältst du dich selbst verantwortlich und baust ein wenig positiven Druck auf. Du willst doch nicht, dass andere denken du bist gescheitert, oder? (Quelle Stefan Schimming)

„Damit Veränderungen wirklich von wahrem Wert bleiben, müssen sie langanhaltend und konsequent sein.“ Anthony Robbins

 

Viele Deutsche fürchten Demenz-Erkrankung

Demenz im Alter

Ohne Frage gehören ernste Erkrankungen zu den größten Sorgen der Deutschen. Manche machen den Menschen dabei regelrecht Angst:

Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit hat jeder zweite Deutsche Angst an Demenz zu erkranken.

Vor allem über 60-Jährige fürchten demnach, Alzheimer und ähnliche Erkrankungen zu bekommen.

So wird die Situation heute von der Krankenkasse DAK-Gesundheit dargestellt, auf der Basis einer Forsa-Umfrage.

Es sind Schicksalsschläge, die Ärzte und Patienten machtlos zurücklassen: Einer Umfrage zufolge führen Alzheimer und Krebs die Rangliste der gefürchtetsten Erkrankungen an. Bei Demenz-Fällen, sagen Experten, dürfte die Zahl der Betroffenen deutlich steigen.

Nach Angaben der Krankenkasse leiden derzeit rund 1,5 Millionen Menschen in Deutschland unter einer Demenz. Experten erwarteten, dass sich diese Zahl in den kommenden Jahren verdoppeln werde.

»Der Irrsinn ist bei Einzelnen etwas Seltenes – aber bei Gruppen, Parteien, Völkern, Zeiten die Regel« Friedrich Nietzsche

„Wenn man als Psychiater und Psychotherapeut abends Nachrichten sieht, ist man regelmäßig irritiert. Da geht es um: Kriegshetzer. Terroristen, Mörder, Wirtschaftskriminelle, eiskalte Buchhaltertypen und schamlose Egomanen – und niemand behandelt die.“

„Ja, solche Figuren gelten sogar als völlig normal. Kommen mir dann die Menschen in den Sinn, mit denen ich mich den Tag über beschäftigt habe, rührende Demenzkranke, dünnhäutige Süchtige, hoch sensible Schizophrene, erschütternd Depressive und mitreißende Maniker dann beschleicht mich mitunter ein schlimmer Verdacht: Wir behandeln die Falschen! Unser Problem sind nicht die Verrückten, unser Problem sind die Normalen! „ So lautet es zumindest im Buch von Professor  Manfred Lütz. „Irre wir behandeln die Falschen“.

Falsch. Was wir nicht behandeln oder ausreichend hygienisch behandeln ist unser Gehirn. Jede Müllverbrennungsanlage würde mit der Zeit ihrer Aufgabe nicht mehr gerecht werden, wenn sie nicht hin und wieder gesäubert und gewartet würde. Unser Gehirn befindet sich in einem gefährlichen Marathon-Zustand und verarbeitet täglich  unermesslich viele Eindrücke.

Unzählige Reize strömen jeden Tag auf uns ein. Zu viele Reize bedrohen Gesundheit. Wir hören eine Fülle an Geräuschen, sehen eine Flut an Bildern, wir riechen, schmecken und tasten ohne Unterlass. Dazu kommen Facebook, Breaking News, angstverbreitende Terrornachrichten, Emails, SMS, WhatsApps, die Familie nach der Arbeit, schnell noch einen Freud anrufen oder nach dem Fitnesstraining ein Treffen auf dem nächsten Weihnachtsmarkt, der freundliche Verkäufer der an der Haustüre klingelt und sein neues Telekomangebot, seine Äpfel, seine Zeitung, an den Kunden bringen möchte.

In jedem Augenblick nehmen wir äußere Impulse auf. Unternehmen wollen Werbung machen, die im Kopf bleibt. Werbung manipuliert uns gezielt mit psychotricks.

10000 Werbekontakte pro Tag, 11 Mio. Reize pro Sekunde und über 780.000 eingetragene Marken in Deutschland. Unser Gehirn wird Tag für Tag mit Reizen überflutet, vor allem die moderne Konsumkultur leistet hierzu ihren Beitrag.

Sind es zu viele Eindrücke, spricht man von Reizüberflutung. Das Gehirn kann in solchen Situationen die Reize nicht mehr ausreichend verarbeiten. Sind die Kapazitäten erschöpft, fühlen wir uns gestresst.

Da muss unser Gehirn ganz schön schuften. Kann es sich heutzutage überhaupt noch regenerieren oder rennen wir alle in die Demenzfalle?

Der erste Mensch, der einen Marathon gelaufen ist, ist der Legende nach vor Erschöpfung tot zusammengebrochen. Natürlich hatte er sich nicht auf den Lauf vorbereitet, aber medizinisch gesehen ist ein Lauf über 42,195 Kilometer eher ungünstig. Die Vorbereitung auf den Marathon dagegen ist gut für den Körper. So ist es auch mit unserem Gehirn. Es muss auf den täglichen Marathon vorbereitet werden, sonst endet es in Demenz oder Alzheimer.

Die gute Nachricht ist: Obschon täglich 10.000 bis 100.000 Gehirnzellen absterben, haben wir nur einen Gesamtverlust von 10 Prozent der Nervenzellen-Kapazität am Ende unseres Lebens.

Gehirn verarbeitet emotionale Erfahrungen während des Schlafs. Nach Ansicht von Forschern könnte die Überflutung und Überreizung den Prozess auch erklären, warum viele psychische Erkrankungen mit Schlafstörungen verbunden sind. So schlafen beispielsweise Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen (PSTD) schlecht und leiden häufig unter wiederkehrenden Alpträumen. Tagsüber werden sie dann von extrem emotionalen Erinnerungen an die traumatische Situation geplagt.

Selbst im Schlaf ruht unser Gehirn nicht. Es verarbeitet Eindrücke, die wir am Tag zuvor erlebt haben und sortiert sie in das Gedächtnis ein. Dabei sind sogar viele Gehirnteile gleichzeitig aktiv, was man auch als synchronisierten Zustand im Tiefschlaf bezeichnet. Schlaf, tiefe Ruhe und Entspannung sind für das Gehirn überlebensnotwendig. Viele psychische Erkrankungen basieren in fehlendem Schlaf und mangelnden Ruhezeiten.

Das Gehirn kann man trainieren wie einen Muskel, machen Sie keinen Schließmuskel daraus. Alles, was wir oft tun, verändert unsere Hirnstruktur.

»Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an«, sagte schon Marc Aurel vor bald 2000 Jahren in Rom.

Heute nennen wir das »Neuroplastizität«, sprich: Nervenzellen formen sich neu, wenn sie genutzt werden, und es gibt einfache und natürliche Entspannungsübungen, wodurch Sie Ihrem Hirn mal Luft zum Durchatmen geben können. Meditieren Sie schon? Gönnen Sie ihm das!

Wir wissen aus der Forschung über Meditation, dass der Ruhezustand des Körpers in tiefen Meditationszuständen, wie sie z. B. bei der Transzendentalen Meditation erreicht werden, doppelt so tief ist, wie im Tiefschlaf. Das geschieht überraschender Weise bereits nach wenigen Minuten während einer 20 Minütigen Ausübung. Man erlebt einen tiefen und äußerst angenehmen Entspannungszustand „ruhevoller Wachheit.“

In der Redeweise „Schlaf heilt alle Wunden“ steckt offenbar mehr Wahres als gedacht. Demnach können wir nach heutigen Erkenntnissen behaupten, dass Mediation, wie es gerade die Transzendentale Meditation gezeigt hat, nicht nur alle Wunden heilt, sondern eine Resilienz entwickelt, dass gar keine Wunden entstehen.

Gehirntraining beginnt mit Ordnung und mentaler Müllentsorgung. Meditierst Du schon?

www.meditierstduschon.de

Nicht vergessen

Glück und Meditation

Die Glücksforschung ist keine besonders alte wissenschaftliche Disziplin. So ist sie beispielsweise in Deutschland erst in den 1980er Jahren durch die Arbeiten des Soziologen Alfred Bellebaum vorangetrieben worden.

Erste Bestrebungen, das Glück in Worte zu fassen, es zu definieren, sind allerdings schon sehr viel älter.

So beschreibt beispielsweise der griechische Philosoph Aristoteles (384 – 322 v. Chr.) in seinem Werk „Die Nikomachische Ethik“ das Glück mit folgenden Worten:

„Glück sei das, was der Mensch um seiner selbst willen anstrebt, und nicht um etwas anderes damit zu erreichen.“

Bei einem wissenschaftlichen Experiment im Jahre 2005, bei dem meditierende Mönche untersucht wurden, stellte man fest, dass bei regelmäßiger meditativer Praxis besonders starke Aktivitäten im linken Stirnhirnlappen auftreten. Bereits Jahre zuvor wurde in der Glücksforschung bewiesen, dass genau dieser Gehirnbereich unter anderem dafür zuständig ist, schlechte Gefühle abzuschalten.

Aus diesem Ergebnis ist somit klar zu folgern, dass die Meditation dafür sorgen kann, dass man eine Art Glückszustand erreicht.

Während die Glücksforschung in Deutschland erst in den 1980er Jahren intensiviert wurde, waren die USA bereits ein Jahrzehnt vorher sehr viel weiter. 1975 beschrieb Mihály Csikszentmihályi, emeritierter Professor für Psychologie an der Universität von Chicago, das sogenannte Flow-Erlebnis.

Dabei handelt es sich um einen Begriff, der fortan in der Psychologie und Glücksforschung eine Konstante wurde. Anfänglich beschränkte sich der Flow auf Erlebnisse in Extremsportarten, fand jedoch schnell auch eine breitere Anwendung. Der Zustand, der beim Flow erreicht wird, ist gekennzeichnet durch eine Synchronisation von Atmung, Herzschlag und Blutdruck.

Ein solches Glücksgefühl kann nicht erzwungen werden, auch nicht durch intensive Meditation, doch es kann ein optimaler Rahmen geschaffen werden, um den Flow herbeizuführen. Bei einem intensiven Flow-Erlebnis, so wie beispielsweise im Optimalfall bei der Meditation, wird Dopamin, ein wichtiger Neurotransmitter, der im Volksmund auch als Glückshormon bezeichnet wird, ausgeschüttet und sorgt für eben jenes Glücksgefühl.

Dabei wirkt Dopamin ganz ähnlich wie Beta-Endorphin, das potenteste der endogenen Opioide, welches zum Beispiel im Ausdauersport ausgeschüttet wird und zu dem sogenannten „Runners High“ führt, einem euphorisierenden Zustand. So wie die meisten Zustände, in denen sich der menschliche Körper befinden kann, ist auch das Glück wissenschaftlich beschreibbar. Dopamin ist zuständig für die Übertragung von Empfindungen und Gefühlen. Bei gesunden Menschen sorgt dies für eine stabile emotionale Wahrnehmung, denn sie nehmen nur etwa zehn Prozent aller Eindrücke und Gefühle wahr, die sie andauernd umgeben.

Genau wie bei der Liebe, scheint es jedoch mehr zu geben, als Formeln und wissenschaftliche Evidenzen.

Genau, wie ein intensives Flow-Erlebnis nicht erzwungen werden kann, so kann man auch das Glück nicht mit wissenschaftlichen Erklärungen oder Formeln hervor locken. Dennoch gibt es physiologische Hinweise die auch in der Hirnforschung mehr und mehr betrachtet werden.

Dopamin ist ein wichtiger Botenstoff im Nervensystem, wichtig für körperliche und seelische Aktivität. Das Problem der unruhigen Beine (restless leg syndrom = RLS) wird nach aktuellem Kenntnisstand von einer gestörten Dopaminfreisetzung im Hirnstamm ausgelöst. Dopamin ist ein Botenstoff (Neurotransmitter), der Impulse (Informationen) zwischen Nervenzellen, Hirnzentren und Immunsystem weitergibt. Der Hinweis auf einen möglichen Dopaminmangel im Zentralnervensystem ist sehr ernst zu nehmen.

Der optimale Dopaminspiegel kann sich ganz von selbst einstellen, wenn sie ihre Lebensweise ändern. Hilfreich kann es dabei sein, sich einen Beruf (Berufung) zu suchen, der einen erfüllt, glücklich macht und das Gefühl gibt, etwas nützliches geleistet zu haben. Menschen mit Dopaminmangel sollten eine eiweißreiche Ernährung vermeiden. Da Dopamin ein Eiweiß ist, könnte es sonst durch die anderen Eiweiße im Darm verdrängt werden. Der Ayurveda bietet dazu hinreichende Hilfestellungen und sehr individuelle Ernährungs-, und Verhaltensempfehlungen.

Auch Meditation, Entspannungsübungen, Yoga, Fastenkuren wie die im Ayurveda beschriebenen Panchakarma-, und Entschlackungskuren zur Regeneration und Entgiftung des Darms etc. oder YogicWalking können helfen das innere Gleichgewicht wieder herzustellen und so das körpereigene Dopamin auf das richtige Niveau zu bringen.

Nutzen Sie die Kräfte des Geistes und die Möglichkeiten, die unser Gehirn uns bietet. Man betrachtet Meditation auch als „Medizin fürs Gehirn.“

Sowohl spirituell und kulturell ist Meditation seit Jahrtausenden bekannt, um den überregten Geist zu beruhigen und zu regulieren. Transzendentales Meditieren, eine Meditationsform der alten indischen Veda-, und Yogawissenschaft, weist auf eine Erhöhung des Dopamin-Spiegel im Körper hin, laut „Psychiatrie 2009“. Deshalb fühlt man sich im Anschluss einer tiefen Meditation und Yoga positiv stimuliert, energiereicher und glücklicher.

Stresstest

Ständig verbraucht unser Körper Energie, durch Arbeit, Haushalt und … und … und … Diese Energie muss wieder zurückfließen, zum Beispiel durch Erfolge, Geborgenheit, Freude oder Spaß. Wenn die Belastungen des Lebens überhand nehmen, der ganze Körper nur noch angespannt ist, entsteht Stress. Ursprünglich eine positive Reaktion auf Gefahr. Wir reagieren automatisch auf stressauslösende Faktoren, so genannte Stressoren. Erst ein Übermaß an Stress macht krank. Zu den modernen Stressoren gehören etwa Existenzangst, Lärm, Zeitdruck, Streit, Verkehrsstau. Beim Entstehen von Stress spielen auch Dauer, Art und Menge der Stressoren eine Rolle. Aber auch, wie wir eine Situation bewerten.

Wie wirkt sich Stress aus?

Stress verkürzt das Leben

Der Stress-Test: Stress lässt sich messen

So lassen Sie den Stress links liegen
Wie wirkt sich der Stress aus?

Auf den Körper:

Stresshormone lassen das Herz schneller schlagen, erhöhen den Blutdruck. Langfristig schlägt sich das in Kopfschmerzen nieder, Magengeschwüre, das Risiko am Herz zu erkranken – und neue Studien zeigen: Stress macht dumm. Das Stresshormon Cortisol schädigt ganze Gehirnregionen.

Hinzu kommt: Stress macht dick. Cortisol regt nämlich auch den Appetit an. Und an Weihnachten wirkt es besonders effektiv. Denn Stress lässt sich mit Süßigkeiten dämpfen. Plätzchen bremsen die Ausschüttung weiterer Stresshormone. Leider nur für kurze Zeit, weshalb dann wieder schnell der Griff zum nächsten Lebkuchen, zum Schokoladen-Nikolaus oder zum Zimtstern folgt.

Auf die Seele:

Wer Stress hat, ist stark angespannt, oft frustriert, schnell verärgert, immer müde. Das Selbstwertgefühl sinkt, die Unzufriedenheit wächst. Und langfristig führt Stress in die Depression.

Auf die Familie:

Gestresste ziehen sich resigniert zurück oder reagieren schon auf Kleinigkeiten aggressiv – und das führt leicht zu partnerschaftlichen und familiären Konflikten, die ausufern können.

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Stress verkürzt das Leben

Stress macht krank. Das Stresshormon Adrenalin schlägt Kerben in die Blutgefäße, fördert Herzinfarkt und Schlaganfall. Stress schadet dem Immunsystem. Menschen, die längere Zeit unter Stress stehen, erkranken viel leichter und häufiger. Allerdings ist nicht jeder Stress schädlich. Arbeitseifer und Leistungslust geht nicht mit einem erhöhten Herzinfarkt-Risiko einher.

Aber: Nur Feindseligkeit, ständige Kampfbereitschaft, Zorn, ständige Ungeduld, Druck, zu viel Arbeit schaden dem eigenen Herzen!

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Der Stress-Test: Stress lässt sich messen

Hat Sie eines dieser Ereignisse in den vergangenen zwölf Monaten betroffen? Dann notieren Sie sich den Wert und addieren Sie Ihre Stresspunkte. Traf ein Ereignis häufiger zu, dann multiplizieren Sie es mit der Zahl der eingetretenen Fälle. Die Auswertung sagt Ihnen, wie gestresst Sie momentan sind.

Ereignis

Wert

Tod eines Partners

100

Scheidung

73

Tod eines nahen Familienmitgleids

63

Gefängnis

63

Verletzung oder Krankheit

53

Hochzeit

50

fristlose Kündigung

47

Versöhnung mit dem Partner

45

In Rente oder Pension gehen

45

Familienmitgleid erkrankt

44

Schwangerschaft

40

Mobbing

39

Sexuelle Probleme

39

Geschäftlicher Neubeginn

38

Aufstieg oder Abstieg im Job

36

Ehestreit

36

Kind zieht aus

29

Ärger mit Schwiegereltern

29

Außergewöhnlicher Erfolg

28

Schulabschluß oder Start ins Berufsleben

26

Änderung von Gewohnheiten

24

Wechsel des Wohnorts

20

Andere Arbeitsbedingungen

20

Wechsel in eine neue Schule

20

einen größeren Kredit aufnehmen

17

Andere Schlafgewohnheiten

15

Veränderungen der Essgewohnheiten

15

Urlaub

15

Weihnachtszeit

12

Kleiner Ärger mit dem Gesetz

11

Auswertung

Mehr als 300:

Vorsicht! 80 Prozent der Personen, deren Werte höher als 300 liegen, werden schnell krank. Sie sollten dringend eine Entspannungs-Technik lernen.

200 bis 299:

Ihr Risiko liegt bei 50 Prozent, dass Sie in nächster Zeit an den Stressfolgen erkranken. Ziehen Sie die Bremse an im Leben und lernen Sie eine Entspannungs-Technik.

150 bis 199:

Jeder Dritte mit diesen Werten bekommt Probleme mit der Gesundheit. Das können Sie ausschließen, wenn Sie lernen, sich zu entspannen.

bis 150 Punkte:

Gratulation! Ihre Stressbelastung ist normal.

Die gesunde Alternative zum Jogging und Yoga

Diese ganzheitliche Technik aus dem Ayurveda ist neu in Europa und findet immer mehr begeisterte Anhänger. Deutsche Jogger legen pro Laufeinheit im Durchschnitt 6,4 Kilometer pro Laufeinheit zurück und sind damit Spitzenreiter in Europa. Wir geben nicht auf, selbst wenn es schmerzt, doch falscher Ehrgeiz macht krank, denn laut einer Studie der AOK trainieren zwei Drittel aller Deutschen so, dass sie ihre Gesundheit gefährden, oder ihr sogar schaden. Immer weniger wird nun auch vom Traumziel Marathon gehalten.

Eine Umfrage unter rund siebentausend Teilnehmern des Berlin Marathons zeigte, zweiundzwanzig Prozent übertrainiert waren und an chronischer Müdigkeit und Erschöpfung, bis hin zu Depressionen litten. Entzündungen der Achillessehne oder Schienbeinkante und Waden- oder Knieschmerzen sind typische Läuferbeschwerden. Auch beim Yoga läuft nicht alles so wie es soll. Demnach sind die Arztpraxen derzeit voll mit Patienten, die ihrem Körper etwas Gutes tun wollen und nur noch humpeln können.

Yoga und Laufen sind dabei an sich gar nicht das Problem, im Gegenteil tut uns das immer noch verdammt gut, gerade in diesen rastlosen Zeiten. Entspannt eingesetzt und vor allem richtig angewandt, sind sie die perfekte Medizin gegen Stress und eine Vielzahl körperlicher Gebrechen. Sie können vor Krebs, Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall schützen und richtig dosiert sogar vor Osteoporose. Als gesunde alternative mit gleichen gesundheitlichen Ergebnissen eignet sich hier das Yogic-Walking.

Die einfache ganzheitliche Technik verbindet den Körper und den Geist miteinander. Es ist ein entspannendes und vitalisierendes Bewegungstraining, welches in unterschiedlichen Schritten aufgebaut wird. Yogic-Walking mobilisiert körperliche Energie, versorgt den Körper mit ausreichend Sauerstoff, schafft innere Ruhe, schenkt Entspannung und steigert das Wahrnehmungsvermögen.

Das ist ein wichtiger Punkt gerade in unserer Gesellschaft, weil wir immer wieder sehr konzentriert sein müssen. Wenn der Geist unruhig ist, wird die Wahrnehmung auf das Notwendigste reduziert.

Yogic Walking schafft Abhilfe. Es hilft vorbeugend gegen viele Krankheiten wie Burnout und Depression. Das Herz, Organe, Knochen, Gelenke, Bindegewebe und Muskulatur werden von Yogic-Walking profitieren. Zur Gewichtskontrolle, Abnahme von Übergewicht, oder allgemeiner Fitness, ist Yogic Walking leicht zu praktizieren und bestes geeignet.

Es ist eine Möglichkeit Anspannung, oder Stress zu reduzieren und löst unbewusste Ängste und Sorgen. Mit Yogic-Walking haben Sie ein erfolgreiches Rezept Ihre gesundheitlichen Ziele zu erreichen.

Hierbei handelt es sich nicht um einen Meditations-Spaziergang. Das sollte man nicht verwechseln. Yogic Walking kennzeichnet sich folgendermaßen:

– einfach, leicht, natürlich und effizient

– mobilisiert körperliche Energie

– versorgt den Körper mit ausreichend Sauerstoff

– verbessert das emotionale Gleichgewicht

– schafft mentale Klarheit und innere Ruhe

– schenkt Entspannung und ein Gefühl der Verbundenheit

– steigert das Wahrnehmungsvermögen

Yogic Walking ist eine sehr gut geeignete ganzheitliche Technik, die Körper und Geist verbindet. Für junge und ältere Menschen, sowie Frauen und Männern gleichermaßen praktizierbar. Yogic Walking besteht aus 7 unterschiedliche Stufen, die in Kursen Schritt für Schritt erlernt werden können. Durch das korrekte Yogic-Walking-Atmen, wird der Körper in höhere Ebenen von Aktivität eingebunden, während er gleichzeitig physiologische Messgrößen von größerer Balance und Ruhe aufzeigt. Wichtig ist, alles auf die jeweiligen ayurvedischen Körpertypen abzustimmen. Eine grade Körperhaltung ist wichtig. Die korrekte Atemtechnik, die durch eine Nasenatmung herbeigeführt wird, ist genauso Basis des Yogic-Walking, wie korrekte Kleidung, Schuhwerk und einem einwandfreien Bewegungsablauf.

Suchen Sie sich einen Schuh der eine nichtdämpfende sondern elastische Sohle hat. Neu sind die so genannten „File Fingers“ mit ultradünner Sohle und nur die Füße vom rauen Untergrund schützen. Läufer mit gedämpftem Schuhwerk treten meist mit der Ferse auf. Das Bein ist dann starr gestreckt und kann nicht abfedern. Entsprechend größere Kräfte erreichen Knie und Hüften. Selbst Barfußläufer sind nur halb so oft verletzt wie Schulträger. Man sollte flach auftreten mit dem mittleren Teil des Fußes aufkommen und dann die Ferse auf dem Boden absenken.

Grade viele ältere Leute haben Angst noch joggen zu gehen, oder sich an das normale Yoga heranzuwagen, weil sie nicht mehr so fit oder beweglich sind. Für sie kommt an diese Stelle das Yogic-Walking ins Spiel. Die empfohlene Zeitdauer für eine tägliche Yogic-Walking-Praxis sollte mindestens 20 Minuten betragen. Sobald die Atmung gleichmäßig fließt, natürlich und unangestrengt ist, haben sie Ihr Ziel erreicht. Yogic-Walking ist neu, modern und hört sich so gar nicht nach „Oma“- Sport an. Grundsätzlich ist das Yogic Walking für jedes Alter und für jede Person geeignet. Denn wer jeden Tag nur fünfzehn Minuten locker trabt, verringert das Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben um zwanzig Prozent und verlängert sein Leben durchschnittlich um drei Jahre.

Noch ist er mit dem Yogic Walking hier in Europa ganz am Anfang, aber laut der großen Nachfrage wird es nicht mehr lange dauern, bis es sich auch hier durchsetzt. Nächstes Jahr sind bereits Seminare an der Küste Spaniens in Planung.

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