Stress

Definition, Bedeutung, Erklärung im Lexikon

Artikel auf Englisch: Stress (psychology)
Lexikon – Institution Definition Erklärung Bedeutung – Beginn

Stress ist die landläufige Bezeichnung für eine hohe Form der Beanspruchung. Eigentlich versteht man unter Stress die Auswirkungen ( Symptome), die durch auslösende Faktoren, die Stressoren entstehen. Stressoren können z.B. physikalischer Natur sein (Kälte, Hitze, Lärm, starke Sonneneinstrahlung etc.) oder es handelt sich um toxische Substanzen. So ist Zigarettenrauch für den menschlichen Körper ein Stressor. Auch bestimmte eigene Einstellungen, Erwartungshaltungen und Befürchtungen können auf emotionaler Ebene Stressoren sein.

Stress beginnt individuell unterschiedlich, ist also ein Maß für subjektive Empfindungen bezüglich bestimmter Leistungsanforderungen. Er kann hervorgerufen werden durch

Zeitmangel
fehlende Gestaltungsmöglichkeiten
große Verantwortung
Mobbing am Arbeitsplatz
Angst, nicht zu genügen
Schlafentzug
Reizüberflutung

Stress wirkt sich auf die Psyche genauso aus wie auf die Befindlichkeit des Körpers. Es kann zu leichten und schweren Krankheiten kommen. Etliche Studien haben die negativen Effekte so genannter Stresshormone belegt. So kommt es bei Stress zu einer erhöhten Konzentration von Adrenalin oder Noradrenalin im Blut, was langfristig Schäden an den Blutgefäßen nach sich zieht. Jüngst konnten auch molekulare Veränderungen in den Körperzellen selbst festgestellt werden. In Stress-Situationen wird ein bestimmtes Protein in den Zellen aktiv, welches Entzündungen auslöst und Abbauprozesse in Gang hält.

Die oben aufgezählten Formen des schädlichen, krankmachenden Stresses werden Disstress genannt. Daneben gibt es den Effekt, dass beanspruchende Herausforderungen positiv erlebt und verarbeitet werden (Hans Selye: „Salz des Lebens“) – wenn man sich diesen Anforderungen auf irgendeine Weise gewachsen fühlt. Diese positive Form des Stress wird Eustress genannt.

Der Begriff Stress (englisch; „Druck, Anspannung“) stammt ursprünglich aus der Werkstoffkunde und bezeichnet den Zug oder Druck auf ein Material. 1936 wurde er von Hans Selye aus der Physik entlehnt, um eine „unspezifische Reaktion des Körpers auf jegliche Anforderung“ zu benennen.