Über die Verantwortung mit Botschaften und Meinungsäußerungen.

Wenn Du etwas oft genug hörst, wiederholt bekommst, darüber gesprochen wird, gelesen wird, auf Fakenews und Hasskommentare reagiert wird oder Inhalte geliked werden usw. wird jeder Glaubenssatz, erzieherisch, politisch oder religös zu Deiner Überzeugung und zu einer Gewohnheit. Am Ende glaubst Du alles, weil man es Dir gesagt hat.
Wenn wir dann „gelernt“ haben, dass etwas so sei, ist es für uns meist nicht mehr (leicht) möglich, zu erkennen, dass diese Sache auch „anders“ sein kann. Carlos Castaneda, ein amerikanischer Anthropologe und Ethnologe, schreibt in einem seiner sehr empfehlenswerten Bücher über das Wissen der Yaqui Indianer:
„Jeder, der mit einem Kind in Kontakt kommt ist ein Lehrer. Er erklärt die Welt unaufhörlich, bis zu dem Augenblick, wo das Kind die Welt so wahrnehmen kann, wie sie ihm erklärt wurde. Wir haben keine Erinnerung an diesen folgenschweren Augenblick, einfach weil wir keinen Bezugsrahmen hatten (damals), in dem wir ihn mit etwas anderem hätten vergleichen können. Doch von diesem Augenblick an ist das Kind ein Mitglied. Es kennt die Beschreibung von der Welt, und es erreicht… die volle Mitgliedschaft, wenn es in der Lage ist, all seine Wahr-Nehmungen so zu deuten, dass sie mit diesen Beschreibungen übereinstimmen und sie dadurch (zu) bestätigen (scheinen)“.
Alles Hindernisse für die Entfaltung schöpferischer und eigenwilliger Persönlichkeiten. Und das, obwohl die „Einbildungskraft“ und die „Phantasie“ wichtiger sind als die „Kenntnisse“, wie seinerzeit Albert Einstein schrieb.
Wie Glaubenssätze entstehen
„Das darfst du nicht“, sagte der Vater. Gläubig blicke der Kleine zu ihm auf und ließ es sein.
„Dafür bist zu klein“, erklärte die Mutter. Respektvoll zog er sich zurück.
„Auch dies ist nicht gut“ erzog ihn der Vater.
„Und jenes nicht recht“, erzog ihn die Mutter.
„Wenn große Leute sprechen, sagen Kinder nichts“, ermahnte man ihn. Also schwieg er bescheiden.
„Gib dich nicht so dumm!“, rügte der Lehrer. Und der Junge ließ das Fragen.
„Er ist so linkisch und gar nicht gesprächig“, langweilten sich die Mädchen. Das munterte ihn gar nicht auf.
„Sitz nicht im Hause herum!, rügte der Vater.
„Was suchst du auf der Straße?“, rügte die Mutter.
„Er scheint mir verklemmt“, meinte der Arzt.
„Verschlossen!“, sagte der Lehrherr.
„Verträumt. Was soll aus ihm werden?“ „Kann ich nicht brauchen“, urteilte der Chef.
„Vergrämt mir die Kundschaft. Spricht kaum. Keinen eigenen Kopf. Fragt aber auch nichts. Seltsamer Kauz!“
„Organisch gesund!“ sagte der Arzt.
„Und war so ein hübsches Kind“, flüsterten die Nachbarn.
„Alles kümmerte sich um ihn: die Familie, die Schule, nichts fehlte ihm. Aber er wird mit dem Leben nicht fertig. Die Armen Eltern.
Gewohnheiten sind zuerst Spinnweben, dann Drähte. spanisches Sprichwort
Bedeutung des Sprichworts
Ein sehr tiefsinniges Sprichwort aus Spanien. Je länger man sich Zeit lässt, schlechte Gewohnheiten loszuwerden, desto schwieriger wird es. Spinnweben sind vielleicht lästig aber relativ harmlos wenn man sie mit Stacheldraht vergleicht.
Willst Du Dich verändern, werde ein Rulebreaker und löse Dich von Deinen Gewohnheiten und aus Deiner Komfortzone.