Glück und Meditation

Die Glücksforschung ist keine besonders alte wissenschaftliche Disziplin. So ist sie beispielsweise in Deutschland erst in den 1980er Jahren durch die Arbeiten des Soziologen Alfred Bellebaum vorangetrieben worden.

Erste Bestrebungen, das Glück in Worte zu fassen, es zu definieren, sind allerdings schon sehr viel älter.

So beschreibt beispielsweise der griechische Philosoph Aristoteles (384 – 322 v. Chr.) in seinem Werk „Die Nikomachische Ethik“ das Glück mit folgenden Worten:

„Glück sei das, was der Mensch um seiner selbst willen anstrebt, und nicht um etwas anderes damit zu erreichen.“

Bei einem wissenschaftlichen Experiment im Jahre 2005, bei dem meditierende Mönche untersucht wurden, stellte man fest, dass bei regelmäßiger meditativer Praxis besonders starke Aktivitäten im linken Stirnhirnlappen auftreten. Bereits Jahre zuvor wurde in der Glücksforschung bewiesen, dass genau dieser Gehirnbereich unter anderem dafür zuständig ist, schlechte Gefühle abzuschalten.

Aus diesem Ergebnis ist somit klar zu folgern, dass die Meditation dafür sorgen kann, dass man eine Art Glückszustand erreicht.

Während die Glücksforschung in Deutschland erst in den 1980er Jahren intensiviert wurde, waren die USA bereits ein Jahrzehnt vorher sehr viel weiter. 1975 beschrieb Mihály Csikszentmihályi, emeritierter Professor für Psychologie an der Universität von Chicago, das sogenannte Flow-Erlebnis.

Dabei handelt es sich um einen Begriff, der fortan in der Psychologie und Glücksforschung eine Konstante wurde. Anfänglich beschränkte sich der Flow auf Erlebnisse in Extremsportarten, fand jedoch schnell auch eine breitere Anwendung. Der Zustand, der beim Flow erreicht wird, ist gekennzeichnet durch eine Synchronisation von Atmung, Herzschlag und Blutdruck.

Ein solches Glücksgefühl kann nicht erzwungen werden, auch nicht durch intensive Meditation, doch es kann ein optimaler Rahmen geschaffen werden, um den Flow herbeizuführen. Bei einem intensiven Flow-Erlebnis, so wie beispielsweise im Optimalfall bei der Meditation, wird Dopamin, ein wichtiger Neurotransmitter, der im Volksmund auch als Glückshormon bezeichnet wird, ausgeschüttet und sorgt für eben jenes Glücksgefühl.

Dabei wirkt Dopamin ganz ähnlich wie Beta-Endorphin, das potenteste der endogenen Opioide, welches zum Beispiel im Ausdauersport ausgeschüttet wird und zu dem sogenannten „Runners High“ führt, einem euphorisierenden Zustand. So wie die meisten Zustände, in denen sich der menschliche Körper befinden kann, ist auch das Glück wissenschaftlich beschreibbar. Dopamin ist zuständig für die Übertragung von Empfindungen und Gefühlen. Bei gesunden Menschen sorgt dies für eine stabile emotionale Wahrnehmung, denn sie nehmen nur etwa zehn Prozent aller Eindrücke und Gefühle wahr, die sie andauernd umgeben.

Genau wie bei der Liebe, scheint es jedoch mehr zu geben, als Formeln und wissenschaftliche Evidenzen.

Genau, wie ein intensives Flow-Erlebnis nicht erzwungen werden kann, so kann man auch das Glück nicht mit wissenschaftlichen Erklärungen oder Formeln hervor locken. Dennoch gibt es physiologische Hinweise die auch in der Hirnforschung mehr und mehr betrachtet werden.

Dopamin ist ein wichtiger Botenstoff im Nervensystem, wichtig für körperliche und seelische Aktivität. Das Problem der unruhigen Beine (restless leg syndrom = RLS) wird nach aktuellem Kenntnisstand von einer gestörten Dopaminfreisetzung im Hirnstamm ausgelöst. Dopamin ist ein Botenstoff (Neurotransmitter), der Impulse (Informationen) zwischen Nervenzellen, Hirnzentren und Immunsystem weitergibt. Der Hinweis auf einen möglichen Dopaminmangel im Zentralnervensystem ist sehr ernst zu nehmen.

Der optimale Dopaminspiegel kann sich ganz von selbst einstellen, wenn sie ihre Lebensweise ändern. Hilfreich kann es dabei sein, sich einen Beruf (Berufung) zu suchen, der einen erfüllt, glücklich macht und das Gefühl gibt, etwas nützliches geleistet zu haben. Menschen mit Dopaminmangel sollten eine eiweißreiche Ernährung vermeiden. Da Dopamin ein Eiweiß ist, könnte es sonst durch die anderen Eiweiße im Darm verdrängt werden. Der Ayurveda bietet dazu hinreichende Hilfestellungen und sehr individuelle Ernährungs-, und Verhaltensempfehlungen.

Auch Meditation, Entspannungsübungen, Yoga, Fastenkuren wie die im Ayurveda beschriebenen Panchakarma-, und Entschlackungskuren zur Regeneration und Entgiftung des Darms etc. oder YogicWalking können helfen das innere Gleichgewicht wieder herzustellen und so das körpereigene Dopamin auf das richtige Niveau zu bringen.

Nutzen Sie die Kräfte des Geistes und die Möglichkeiten, die unser Gehirn uns bietet. Man betrachtet Meditation auch als „Medizin fürs Gehirn.“

Sowohl spirituell und kulturell ist Meditation seit Jahrtausenden bekannt, um den überregten Geist zu beruhigen und zu regulieren. Transzendentales Meditieren, eine Meditationsform der alten indischen Veda-, und Yogawissenschaft, weist auf eine Erhöhung des Dopamin-Spiegel im Körper hin, laut „Psychiatrie 2009“. Deshalb fühlt man sich im Anschluss einer tiefen Meditation und Yoga positiv stimuliert, energiereicher und glücklicher.