Entwicklung von Charisma. Die Magie der Verzauberung

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Das Ziel eines gesunden sozialen Verhaltens liegt in einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Geben und Nehmen. Einer Win-Win Situation, die einen gemeinsamen Vorteil bringt.

Die grundlegende Qualität einer vorteilhaften und achtsamen Verhaltensweise besteht darin, sich mit Wärme und Aufrichtigkeit zu begegnen. Einer Zusammenkunft im Sinne von Werthaftigkeit, sich im Geist des Miteinander zu treffen, um zu geben und zu teilen.

Würde sich unsere Gesellschaft in diesem Denken und positiven Auftreten zusammenfinden,könnte das zu einem vorteilhaften Nutzeffekt in jedermanns Leben führen. Das mag phantastisch oder sogar magisch klingen, aber es ist qualitativ die höchste Stufe und erstrebenswert in der Entwicklung unserer Softskills.

Wenn sich Menschen im Sinne des „Prinzip des Gebens“ treffen, mit der Absicht das Beste zu ermöglichen, werden Beziehungen positiver und eine Grundlage gegenseitiger unterstützender Kraft schaffen.
Sobald ein Zusammenkommen mit einer erwartenden Grundeinstellung stattfindet und dem Ziel sich zu bereichern, oder nur den eigenen Vorteil im Auge zu haben, wird niemand bereit sein zu geben. In diesem Fall empfangen weder der Eine und noch der Andere etwas. Beide Seiten verlieren. Das unvermeidliche Ergebnis ist Enttäuschung, Frustration, Ärger, langfristige Unzufriedenheit und Reibungsverluste.

Eine Beziehung auf der Grundlage gegenseitigen Gebens, ist für jeden zufriedenstellend. Nicht nur, dass der Empfänger erhält (wenn beide geben, dann erhalten beide), auch der Geber profitiert gleichsam.

Erich Fromm in seinem Klassiker über die Liebe „Die Kunst des Liebens“ schrieb im Jahre 1956 :

„Die Liebe ist aber nicht nur ein Geben, ihr “aktiver” Charakter zeigt sich auch darin, dass sie in allen ihren Formen stets folgende Grundelemente enthält:

• Fürsorge
• Verantwortungsgefühl
• Achtung vor dem anderen und
• Erkenntnis

Liebe ist der sorgsame Umgang mit dem Leben und das Fördern dessen, was wir lieben.

„Fürsorge, Verantwortungsgefühl, Achtung und Erkenntnis stehen miteinander in engem Zusammenhang. Sie bilden ein Syndrom von Einstellungen, die beim reifen Menschen zu finden sind, das heißt bei einem Menschen, der seine eigenen Kräfte produktiv entwickelt hat, der nur das haben will, was er sich selbst erarbeitet hat, der seine narzisstischen Träume von Allwissenheit und Allmacht aufgegeben und die Demut erworben hat, die auf einer inneren Stärke beruht, wie sie nur echtes produktives Tätigsein geben kann.“

Stellen wir uns einmal vor, wie positiv sich eine solche Haltung sich auf unsere vertrauten Beziehungen auswirken kann. Dieses gebende Prinzip lässt sich auf alle unsere gesellschaftlichen Ebenen anwenden.

Warum sind wir nicht bereit dazu, in allen Lebensbereichen so viel zu geben und zu teilen wie wir nur können?

Unseren Eltern, unseren Kindern, unseren Schülern und Lehrern, unseren Freunden, unserem Arbeitgeber, unseren Mitarbeitern. Weshalb fällt es uns so schwer freiwillig und freundlich denjenigen zu geben, die uns Leistungen zukommen lassen und sich um unsere Bedürfnisse sorgen, wie unser Arzt und Zahnarzt, der Briefträger, der Klempner und die Person an der Supermarktkasse oder dem Müllmann?
Entscheiden wir uns für eine neue Haltung. Erzeugen wir eine leichte Veränderung in unserer Handlungsweise. Beweisen wir, dass wir in der Lage sind, mit unserer Arbeit nicht nur als einziges Ziel haben, Geld zu verdienen, sondern unser Tun auch auf einen höheren Zweck ausgerichtet ist und wir anderen gut tun! Es geht nicht um gewaltige oder monströse taten. Die Absicht darf dabei nicht sein sich ein Ehrendenkmal zu setzen.

Alles was man braucht ist manchmal nur ein Lächeln, ein freundliches, bejahendes Wort, oder ein aufrichtiges “Danke sehr!” Mutter Teresa sagte dazu, “Wir können kleine Dinge mit großer Liebe tun.”
Als ich im Februar 2012 ihr Haus in Kalkutta besuchte, war ich tief berührt von ihrem Werk und ihrer Hingabe an die Menschheit. Sie war ein großes Vorbild für das Geben von Liebe und lebenslanger Einsatzbereitschaft für diese Maxime.

Eines ihrer wundervollsten Zitate lautet: „Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist.

Diese Lebensregel des Gebens sollte allerdings in Ausgewogenheit geschehen. In unseren engen Beziehungen heutzutage kann das Gleichgewicht sonst sehr schnell verloren gehen. Die Herausforderung besteht jedoch auch darin, dass stets von beiden Seiten gleich viel gegeben wird, ohne eine Erwartung damit zu verbinden.

Im ausgereiften Zustand der menschlichen Entwicklung, wenn das volle geistige Potential in einen höheren Zustand des Bewusstseins übergeht, ist ein Leben des Gebens völlig spontan. Zum gegebenen Zeitpunkt benötigt ein unabhängiger und selbstbestimmter Mensch nichts mehr von anderen. Aus seinem überströmenden Herzen, lässt er andere an seinem Zustand innerer Fülle grenzen-, und bedingungslos teilhaben.

Ein glaubwürdiges und wahrhaftes Gefühl des Gebens, kann nur aus einer Ebene von Erfüllung entstehen. Nur ein zufriedener Geist und ein überfließendes Herz kann gebend sein. In dieser einzigartigen Lebenssituation und dem Zustand von Ganzheit, erkennt der Verstand, was es bedeutet Gebender zu sein.
Ein meditierender Lebensberater entdeckte dies in seinem eigenen Leben. “Wie kann ein Mensch Liebe geben, wenn er sich nicht selbst liebt? Wie kann ein Mensch Frieden und Harmonie in seine Umgebung bringen, wenn er nicht zuerst selbst friedlich und harmonisch ist?

Es ist unglaublich wichtig den Geist zu einem allumfassenden Bewusstseinszustand zu führen. Dieser Zustand ist gekennzeichnet durch eine zugrunde liegende Qualität von Verbundenheit, Einigkeit, Glück, fortdauernder Heiterkeit und Frohsinn. Wenn dieses Bewusstsein erlangt ist, dieser Enthusiasmus und diese Leichtigkeit im Herzen, beginnt man ganz natürlich Liebe und Begeisterung in seiner Umgebung auszustrahlen.

Das ist der Anfang für ein authentisches Charisma. Einer „aus Wohlwollen gespendete Gabe“, die dem Menschen eine wirkliche Größe und gewinnende Ausstrahlung verleiht.

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