The Best take deeper Rest

 

Was denkt sich der Deutsche Fußballbund eigentlich?

Slogans zeigen mir, welche irrigen mentalen Ausrichtungen noch immer in der Allgemeinheit vorherrschen. Möglicherweise will man damit die allgemeine pro-aktive und handlungsorientierte Haltung demonstrieren. Aber genau in diesem Denkansatz falscher Motivation steckt ein fataler Fehler.

„Tue weniger und erreiche mehr“.

Auf eine gesunde Balance zwischen Ruhe und Aktivität kommt es an. Stille und dynamische Aktivität, wie wir es z.B. beim Bogenschiessen oder im Yoga lernen können.

Anspannung und Release, Loslassen. Traktion und Kontraktion. Wie die Stressforschung darlegt, benötigen wir mehr Auszeiten durch tiefe Meditation, Entspannung, Regenerationsphasen und Entschleunigung, um Stress, Burnout und psycho-emotionalen Störungen vorzubeugen.

Welches Signal aber gibt der Der Deutsche Fußballbund:

Der DFB schickte die Mannschaft mit dem Slogan:

„BEST NEVER REST“

nach Russland.

„Best Never Rest“ ist doppelt dumm.

Dummheit ist, wenn man nach allem, was Per Mertesacker über Burnout und Leistungsdruck gesagt hat, immer noch glaubt, „Best Never Rest“ sei ein geeigneter Slogan, um ihn der deutschen Fußball-Nationalmannschaft mit auf den Weg zur WM zu geben. Das Ergebnis kenn wir. „Ausgeschieden.“

„Dass sich die Besten niemals ausruhen sollen, entspricht kaum den Erkenntnissen der modernen Trainingssteuerung“ (Süddeutsche Zeitung).

Mein Tipp und Slogan als Mentaltrainer:

„THE BEST TAKE DEEPER REST“.

Auch Sieger, ehemalige, müssen lernen.

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Selbst-Bewusstsein

Mangelnde Selbstanerkennung und – wertschätzung, ist die eigentliche Ursache allen Mangels. Aber was bedeutet das denn wirklich? Ist das nur ein theoretisches Konzept aus der Werkzeugkiste von Halbwahrheiten psychologischer Denkmodelle? Wird so schlussendlich nur eine „Schein-Selbst-Wahrnehmung“ herbeigeführt? Oder was steckt in der Tiefe dahinter? Kann man den Mangel weg denken? Oder gibt es eine Ebene der unendlichen Fülle?

Wenn wir unser Innerstes nicht kennen, wenn wir unser Unendliches, allem zugrunde liegende Selbst nicht verstehen, und wenn wir diese ewige, unendliche, innere Gestalt jedes Wesens nicht wahrnehmen, dann kann kein Selbstvertrauen, keine Selbstanerkennung, keine Selbstwertschätzung entwickelt und erfahren werden.

Eine rein gedankliche Anstrengung oder der einfache gefühlsmäßige Wunsch das Selbstvertrauen zu stärken, wird die gewünschten Erwartungen nicht erfüllen. Es bleibt nur ein theoretischer Ansatz Selbstsicherheit zu gewinnen, ohne mit dem Selbst familiär zu sein. Diese Anstrengung ist vergebens.
Der persönliche und intrinsische Prozess (intrinsisch beschreibt Zustände, die von innen her, aus eigenem Antrieb unabhängig von äußeren Einflüssen hervorgerufen werden) auf dem Weg zu mehr Selbstvertrauen, besteht in dem Herstellen einer Verbundenheit mit den Prinzipien und den transzendenten Qualitäten des Selbstes.Was bedeutet das? Dieses Selbst wird auch als „reines Bewusstsein“ bezeichnet. Es ist das wahre Selbst des Menschen, das bei allen Wahrnehmungen, Gedanken und Gefühlen unverändert bleibt. In der Yogaphilosophie nennt man dieses Prinzip „Atman“.

Wenn wir auf unserem Erfahrungsweg, mit dem elementaren Charakter unsers Selbstes so tief vertraut geworden sind, dass es ein stabiler Zustand ist und dauerhaft auf der Ebene der Bewusstheit, der bewussten Erfahrung, der Wahrnehmung über all unsere Sinne verankert ist, dann erst wird ein Zustand tiefgehendender Selbstanerkennung, Selbstwertschätzung und Selbstvertrauens erreicht.

Fehlt in unserem Leben diese tief verankerte Beziehung zu diesem unerschütterlichen Zustand des Bewusstseins, ist unsere Individualität, unsere Wahrnehmung, unser Fühlen und Handeln nur wie ein Blatt im Wind. Es ist den Veränderungen aufgrund äußerer Einflüsse ausgeliefert. Volatil und unstetig springt es wie ein unruhiger Affe der von Baum zu Baum.
Diese Schein-Selbst-Wahrnehmung, beruht überwiegend auf äußere, extrinsische (Gegenteil von intrinsisch: Verhaltensweisen oder Haltungen einer Person, die von außen beeinflusst oder gesteuert werden.) Stimulationen und Konditionierungen durch jeden, der mit uns, insbesondere in der Kindheit, in Kontakt gekommen ist.

Ob unsere Eltern, unsere Lehrer, oder unser soziales Umfeld, bis hin zu den Medien, der Werbung, der Meinungsbildner, sie alle erklären uns die Welt und wie sie zu sein scheint. Schon früh als Kind werden wir dahin trainiert, die Welt in Form einer kollektiven Volkswahrheit so wahr zu nehmen, wie sie uns dauerhaft erklärt wird.

Unsere Erinnerung an diesen folgenschweren Augenblick, an dem wir unseren Bezugsrahmen zu unserem Selbst verloren haben, ist verzerrt. Jedoch sind wir seit diesem Augenblick ein Mitglied der konditionierten Gesellschaft. Wir kennen die Beschreibung der Welt; und wir erreichen die akzeptierte Mitgliedschaft der Gesellschaft, wenn wir in der Lage sind, alle unsere Wahrnehmungen so zu deuten, dass wir mit dieser Beschreibung übereinstimmen und uns dadurch bestätigt fühlen. Es ist aber überaus wichtig und auch befreiend einen natürlichen Zustand unerschütterlichen Selbstbewusstseins zu besitzen, frei von Konditionierungen und fremden Denkmodellen.

Kein Geschäftsmann gewinnt Anerkennung in der Geschäftswelt und würde erfolglos bleiben, solange ihm keine ausreichenden Ressourcen zur Verfügung stehen und sein Handeln ausschließlich durch Mangelbewusstsein gelenkt wird. Erst wenn der individuelle Geist sich zum kosmischen ausweitet, kann er zu allen Zeiten voll Selbstvertrauen sein.

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